Wenn die “besseren Menschen” bestimmen

Wenn Frauen sich für „bessere Menschen“ halten, werden sie auch so handeln. Kein Wunder, dass viele Frauen, so jedenfalls meine persönliche Erfahrung, so kompromisslos und rechthaberisch daherkommen: Als Übermütter, als Hosenträgerin in der Beziehung, als penetrante Missionarinnen im Dienste von Öko, Bio oder Esoterik.

„Sind Frauen bessere Menschen?“

So lautet der Titel eines Buches von Arne Hoffmann. Glaubt man einem gewissen feministischen mainstream, muss die Antwort lauten: JA! (Arne Hoffmanns Antwort weicht davon bekanntlich ab ;-). Es sind aber nicht nur Feministinnen, die uns das häufig vorbeten. Auch die eine oder andere Schreiberin in den Medien meint: Frauen sind Männern überlegen. Schaut mal hier:

„Eines schon mal vorweg. Eine Frau kann alles. Frau kann auch alles besser als Mann.“

Sodann folgen die üblichen Klischees: Die Frau ist intelligenter, sozial kompetenter, sie ist geschickter, klüger und überhaupt, der Mann hat ja auch ein kaputtes Chromosom, was ihn eben zum weniger leistungsfähigen Mitmenschen macht.

Feministisch gesprochen klingt das dann so:

„Interviewer: Ist eine Quotierung nicht auch eine Form der Diskriminierung? Muss nicht die Leistung entscheiden?

Steffens: Klar, wenn es um Leistung gehen würde. Aber das Problem ist, dass wir ganz viele Männer in leitenden Positionen haben, die sich viel leisten, aber nichts leisten. Frauen können das besser. Wir hatten gerade eine Wirtschaftskrise. Von wem waren die führenden Posten besetzt? Das waren verdammt viele Männer. Und an diesen Posten, wo verdammt viele Männer gesessen haben und verdammt viel vor die Wand gefahren haben, hätte ich gern mal im Vergleich dazu Frauen sitzen gesehen.“

So die nordrhein-westfälische Landesministerin Steffens (Grüne). Ihr Selbstbewusstsein möchte man mal haben. Jedenfalls scheut sie die starke These nicht., wie man sieht: Frauen können das besser. Punkt.

Auf Man tau wurde gestern der bekannte Männerforscher Robert Connell zitiert. Connell scheint, laut Man Tau, letztlich alles Böse bei den Männern zu verorten. Was schief läuft in der Gesellschaft, ist durch das Patriarchat verursacht und dieses wird von allen Männern mitgetragen. Man Tau kommentierte sinngemäß, dass Connell sich offenbar nicht vorstellen könne, dass Frauen umgekehrt Männern etwas antun. Dieser Männerforscher passt damit ganz wunderbar zur Zweiteilung der Welt in männliche Täter und weibliche Opfer. Und diese Sicht korrespondiert wiederum mit der oben erwähnten Vorstellung einer grundlegenden Überlegenheit der Frauen. Denn Männer scheinen irgendwie eine starke Neigung zum „Bösen“ zu haben. Sie zeigen angeblich einen irrationalen Hang, Frauen beherrschen zu wollen. Im Umkehrschluss muss das heißen: Wenn alles Übel von Männern ausgeht, tun Frauen nur Gutes. Was sie tun, ist daher auch mehr wert, es ist besser als das, was Männer tun.

Mütterliche Rechthaberei

Aber jetzt mal zu den Implikationen. Frauen, so heißt es im Feminismus, leiden unter negativen, abwertenden Weiblichkeitsstereotypen. Dem kann man sicher zustimmen. Barbiepuppen sind sicher keine guten Vorbilder, um ein gesundes Verhältnis zum eigenen Körper zu entwickeln. Aber im Umkehrschluss müssten Frauen von den positiven Weiblichkeits-Klischees enorm profitieren. Und ich meine, dass dies auch zu fehlender weiblicher Selbstkritik geführt hat. Ja, Frau macht sich permanent Sorgen um ihre sexuelle Attraktivität. Aber ihre Kompetenz, die sie qua Geschlecht zu haben meint, stellen viele Damen offenbar nie in Frage.

Wie gesagt, ich gehe jetzt mal von persönlichen Erfahrungen aus. Ich habe es selbst erlebt und auch bei anderen Paaren beobachtet, dass die junge Mutter aus unerfindlichen Gründen meint, von Erziehung mehr zu verstehen als der Vater. Beide teilen eigentlich die gleiche Erfahrung. Das Kind tritt für beide zum gleichen Zeitpunkt in ihr Leben. Vater und Mutter machen ihre Erfahrungen also zeitgleich. Dennoch bin ich selber häufig mit dem Gestus der Überlegenheit angeherrscht worden, wenn ich vermeintlich wieder etwas falsch gemacht habe.

Bei anderen habe ich das genauso beobachtet. Distanzlos und mit grenzenlosem Selbstbewusstsein vertraten Mütter ihre Meinung in Gestalt von massiven Forderungen, auf die der Vater einzugehen habe. Die Unterstellung schwang immer mit, dass der Vater es nicht so gut wissen könne. Oft blieb es nicht nur bei der Unterstellung sondern geriet zum offenen Vorwurf. Die betreffenden Frauen reflektierten in diesen Situationen nicht, dass auch sie nur ihre eigenen Vorstellungen von Erziehung entwickelt hatten, die auch nicht mehr Basis hatten als die Vorstellungen der Väter. Das Problem war also die hohe Konfliktbereitschaft der Mütter, ihre hohe Aggressivität und die fehlende Bereitschaft, sich auf die Vorstellungen des Vaters einzulassen. Stattdessen wollten diese Damen sich schlicht durchsetzen.

Und ich muss sagen, dass ich ein solches Verhalten an Frauen doch recht häufig beobachte, so sehr das jetzt hier wie ein Vorurteil klingt. Es ist klar, dass ich nicht genug weiß, um über „DIE Frau“ per se zu urteilen. Das will ich auch nicht. Ich beschreibe nur ein problematisches Verhalten, dass womöglich mit der oben angedeuteten vermeintlichen Überlegenheit der Frau an sich zusammenhängen könnte.

Öko, Bio, Homöopathie

Ohne es jetzt weiter vertiefen zu wollen: Es gibt diese sehr konfliktbereite Rechthaberei auch auf anderen Fällen. In gewissen Mittelschichtsarealen etwa missionieren junge Mütter ihre Umwelt, um sie zur gesunden Ernährung oder zur Naturheilkunde zu bekehren. Auch hier herrscht oft Penetranz vor. Die „konventionelle“ Landwirtschaft gilt als grundweg schlecht, verseucht und von Profitsucht ruiniert. Nur Bio bringt körperliches Wohlbefinden. Da kümmert es nicht, dass die Demeter-Leute dank Rudolf Steiner daran glauben, die Milchqualität verändere sich, wenn man der Kuh die Hörner lasse und sie nicht abschneidet. Kein Problem, denn ohnehin sind die Bio-Mütter große Fans der Homöopathie, auch wenn das nach Ansicht mancher fachlich versierter Kritiker nichts anderes sei als „Geisterglaube“. Solche Einwände werden von diesen Damen gerne vom Tisch gewischt. Zwar meist studiert, also eigentlich wissenschaftlich ausgebildet, kümmern sie sich nicht um eine kritische Überprüfung ihres Glaubens an die Homöopathie. Naturheilkunde ist einfach gut, denn die „Schulmedizin“ ist schlecht. Und oft genug reagieren solche Damen aggressiv, wenn man sich anstatt der Globuli dann doch aus dem konventionellen Medizinschrank bedient.

Ich glaube schon, dass eine solche ungebremste Rechthaberei gefördert wird durch den Mythos der „besseren Frau“. Denn sie meinen so zu wissen, was gut ist und vor allem es besser zu wissen als Väter. Und so glauben sie auch das Recht zu haben, ihre eigenen Vorstellungen um jeden Preis durchzusetzen.

Ich wiederhole, dass ich hier nur ganz subjektiv beschreibe, was ich an wenigen Frauen (das aber wiederholt) beobachtet habe. Ob meine Eindrücke von anderen ebenfalls geteilt werden, ist mithin eine offene Frage.

 

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