Das Schweigen der Männer

Schoppe wartet heute mit einer Besprechung des Buches “Tussikratie” auf, in der er eine spannende Frage stellt:

“Wann eigentlich haben sich denn Männer an diesem Geschlechterkampf als Kontrahenten beteiligt? “

Mit dieser Frage reagiert er auf die Aufrufe der Autorinnen von “Tussikratie”, den Geschlechterkampf endlich ruhen zu lassen. Das Buch unterstellt offenbar, dass BEIDE Geschlechter permanent ineinander verbissen sind im Kampf um irgendwelche Vorteile. Schoppes Frage aber macht darauf aufmerksam, dass an diesem Bild etwas nicht stimmt. Denn wo sind es Männer, die öffentlich und auch politisch die Geschlechterdebatte mitbestimmen? Und wo positionieren sie sich in Wort und Tat gegen “die Frauen”? In der Tat ist es eher so, wie Schoppe es beschreibt:

Der Geschlechterkampf, von dem Sie reden, ist traditionell eine seltsam einseitige Angelegenheit, bei der Männern eine schräge Doppelrolle zugewiesen wird: Als Verkörperung der unerbittlichen, grausamen, herrschsüchtigen, vergewaltigenden Feinde – und zugleich als Friedenstruppe und Rote-Kreuz-Helfer, die den (weiblichen) Verwundeten dieses Kampfes zu helfen hätten.

Mich hat diese Frage berührt, weil sie sofort Erinnerungen weckte an Situationen, in der Männer meist stillschweigend hinnahmen, was Feministinnen ihnen an den Kopf warfen. Nicht ganz zufällig war dies in meinem Fall eine vorwiegend universitäre Erfahrung. Da gab es einschlägige Seminare, die bei den männlichen Teilnehmern schweres Unbehagen hervorriefen. In den Pausen wurde zwar gespottet, aber während des Seminars selbst ertrug man mit zusammengebissenen Zähnen die allfällige Anklage gegen das Patriarchat, welches noch heute und auch in Gestalt vermeintlich aufgeklärter Männer wirksam sei. Der im Pausenspott ausgedrückte Unmut wurde hier nicht mehr offen ausgesprochen. Keine Gegenwehr. Lediglich zaghafte Kritik wurde hier und da geäußert. Aber der eigentliche Ärger über die Thesen der Gender-Leute kam nie zur Sprache. Gleiches galt erst recht für Gremien oder öffentliche Diskussionsveranstaltungen. Nahezu überall konnten Feministinnen unwidersprochen ihre Behauptungen äußern.

Schweigen erzeugt Misstrauen

Schoppe schreibt, dass die Tussikratie-Autorinnen sich wundern über das Schweigen der Männer. In dieser Verwunderung schwingt ein moralisches Urteil mit: Warum treten die Männer nicht für ihre Anliegen ein? Sprich: Warum drücken sie sich vor der Verantwortung für ihre Interessen. Das Schweigen erscheint – zumindest so unhinterfragt – wie eine Charakterschwäche. Dass es ein Ausdruck von Machtverhältnissen sein könnte, scheint den Autorinnen nicht in den Sinn zu kommen. Zumindest könnte man hinterfragen, in welcher Situation Männer stecken, wenn sie sich immer wieder für das Schweigen entscheiden. Man könnte überlegen, ob es strukturelle Gründe dafür gibt, das Schweigen als sinnvollste Option anzusehen.

Ich vermute, dass die universitären Feministinnen gespürt haben, dass  das Schweigen eine Mauer war, an dem sie mit ihren Aussagen abprallten. Diese Mutmaßung folgt eigentlich zwingend aus der Prämisse, dass das Patriarchat eine Tiefenstruktur ist, die selbst noch durch den “neuen Mann” wirkt. Wenn die moderne Gesellschaft als Männerherrschaft charakterisiert wird, kann das Schweigen der Männer kaum Zustimmung bedeuten. Wahrscheinlicher ist aus feministischer Sicht, dass diese sich wegducken. Also dürfte das Schweigen eher Misstrauen erzeugt haben.

Der dauerhafte Test der Fügsamkeit

Mitunter hatte man das Gefühl, dass hier ein selbstverstärkender Mechanismus am Werke war. Denn die schweigenden, also defensiven und damit eben nicht geschlechterkämpfenden Männer schufen mit ihrer Stille nicht die Ruhe, auf die sie hofften. Die Feministinnen begnügten sich nicht damit, keinen offenen Widerstand zu bekommen. Stattdessen wurden die feministischen Behauptungen immerfort ins Schweigen hinein wiederholt. Diese Wiederholungen gründen im Misstrauen derer, die nicht wissen, wo die Schweigenden stehen. Der Schweigende nimmt nicht Stellung. Er stimmt weder zu noch lehnt er ab. Man weiß daher nicht, woran man bei ihm ist. Man befürchtet, dass der sich seinen Teil denkt.

Diktatoren wissen, dass die Gedanken frei sind. Sie ahnen wohl, dass sie unbeliebt sind. Aus diesem Verdacht heraus sind permanente Prüfungen der Treue der Unterworfenen notwendig. Ihre Disziplin muss immer wieder getestet werden. Der Test besteht darin, die Untertanen dazu zu zwingen, sich zur offiziellen Linie zu verhalten. In der DDR war das etwa die Mai-Demonstration. Auch wenn die Führung wusste, dass die meisten Bürger das System ablehnte, brauchte sie diese Rituale. Denn hier, in direkter Konfrontation mit den Machthabern, schwiegen die Bürger und marschierten brav mit. Sie bewiesen damit in aller Öffentlichkeit, dass sie nicht offen rebellieren, sondern sich fügten (diesen Gedankengang habe ich von jemand anderem entliehen).

Die wiederholten feministischen Monologe vor schweigendem Männerpublikum scheinen einen ähnlichen Charakter zu haben. Auch sie sind – vermutlich eher ungeplant – ein Test, ob die Männer weiterhin diszipliniert mitmarschieren. Die Gefahr eines offenen Aufstandes hängt wie ein Damoklesschwert über den Köpfen des Feminismus. Mit jedem öffentlichen Ereignis, wo sie unwidersprochen ihre Thesen vortragen können, können sie sich zumindest temporär versichern, dass sie kein Mann daran ernsthaft hindern wird. Freilich werden sie durchs Schweigen gleichzeitig wieder verunsichert, weil es Zeichen dafür ist, dass sie niemanden haben überzeugen können. Offene Begeisterung wäre ihnen lieber, aber die verweigert der Schweigende nachdrücklich.  Schweigen ist eine ambivalente Strategie: Der Schweigende entzieht sich, aber er wehrt sich auch nicht wirklich. Wohl deshalb wirken Feministinnen oft so schrill, weil das Schweigen deutlich macht, dass sie auf der inhaltlichen Ebene permanent scheitern und nur Erfolg haben durch Disziplinierung. Das dürfte durchaus auch Selbstzweifel schüren, dem man mit Ritualen der Selbstbestätigung der eigenen Weltsicht zu begegnen versucht.

Schweigen als Indiz für Machtverhältnisse

Die Frage ist offen, warum Männer aber kollektiv schweigen (abgesehen von den Bloggern und organisierten Männerrechtlern. Es geht hier ja um Öffentlichkeit etwa in der Universität). Warum dieser Rückzug ins Ungefähre? Ich weiß es nicht. Ich kenne nur die eigene Hemmschwelle und die Anderer. Eher hinter vorgehaltener Hand und in vorsichtigen Formulierungen heißt es, dass man manche Thesen und Auftritte von Feministinnen zu radikal finde. Öffentlich äußert das keiner gerne. Persönlich kenne ich das als Befürchtung, dadurch Nachteile zu erleiden, weil man erwarten muss, für Feminismuskritik von allen Seiten angegriffen zu werden. Mindestens ein soziologischer Grund für das allgemeine Schweigen wäre der, dass man Sanktionen nur vermeiden könnte, hätte man eine breite Unterstützung. Doch während die Männer meistens heimlich den Feminismus ablehnen, finden sie sich nicht zusammen zu Zweckbündnissen. Ohne diese Bündnisse bleibt man Einzelkämpfer und jeder kalkuliert für sich das Risiko, durch Feminismuskritik Probleme zu bekommen. Es wäre nun interessant, herauszufinden, warum Männer im vermeintlichen “Geschlechterkampf” derart in die Defensive gedrängt worden sind. Das allfällige Schweigen ist jedenfalls kein Zeichen von Stärke oder Macht. Es ist ein Rückzug derer, die aus guten Gründen berufliche Risiken vermeiden.

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74 Responses to Das Schweigen der Männer

  1. m says:

    Vielleicht ist es die Angst als Frauenfeind, als Frauenverachter dazustehen. Eine Position, die in unserer ach so männerdominierten, frauenunterdrückenden Welt auf der Liste der moralischen Verfehlungen gleich hinter dem Kinderschänden steht. Falls diese beiden sich den ersten Platz nicht sogar teilen.

    Der Vorwurf, Frauen irgendwie nicht zu mögen kommt sozialem Mord gleich. Da ist man lieber still.

    • suwasu says:

      Ja, korrekt, sehe ich auch so. Nur warum hat man diese Angst und wer drückt auf welche Weise diese Deutung durch? Im Patriarchat sollten wir Männer doch ungestraft in der Öffentlichkeit schmutzige Witze erzählen können, wenn wir die Herrscher sind. Geht aber nicht… ^^

      • m says:

        Nicht nur das. So ein Verhalten sollte als Nachweis von Zugehörigkeit extra belohnt werden. In einer solchen Welt bekäme Brüderle irgendeinen Preis oder wenigstens eine lobende Erwähnung.

        Frauen sind der limitierende Faktor in der Fortpflanzung und somit im Weiterbestehen unserer Art. Männer haben sie haben sie schon immer geschützt vor allen möglichen Gefahren und Nichtgefahren. Das ist in unserer DNA.

  2. m says:

    Nachtrag: Das Privileg, Frauen nicht zu mögen und dann damit davon zu kommen, ist allein Frauen vorbehalten. Die dürfen das. ^^

  3. St. Elmo says:

    Hm ich muss da an eine frühere Beziehung denken,

    meine Damalige Freundin hatte oft seltsame Ideen von denen man(n) auf Anhieb wusste das sie nicht gut gehen würden,
    Jedoch war sie etwas dickköpfig und wollte immer mit Selbigem durch die Wand,
    Der Einwand meinerseits, dass man doch auch die Tür nutzen könnte und der Versuch Kopf durch Wand zu einer Beule führen kann, wurden als Majestätsbeleidigungen aufgenommen und liesen mir dann zwei Alternativen,

    – entweder weitere Einwände vorbringen um sie von ihrem Vorhaben abzubringen
    aber dadurch einen Streit über unsere Beziehung auszulösen.
    – oder still zu sein, ihr ihren Willen lassen und dabei zu zuschauen wie sie mit voller Geschwindigkeit gegen die Wand donnert um sie danach zu verarzten.

    Ich hab mich meistens für die zweite Option entschieden, ihr den Eisbeutel für die Beule am Kopf gebracht und sie auf meinen vorherigen Einwand mit der Tür hingewiesen…

    • suwasu says:

      Ich interpretiere das mal: die hohe Konfliktbereitschaft der Dame führte zu einem Rückzug Deinerseits, weil Du keinen Konflikt wolltest.

      Allgemein kann es sein, dass eine hohe Konfliktbereitschaft abschreckt. Man weiß, dass die Feministinnen mit harten Bandagen kämpfen und verhält sich defensiv. Dadurch erzielen sie Geländegewinne. Die Rechnung der Männer geht nicht auf, dass sie einmal nachgeben und dann Ruhe haben. Wie im Märchen vom “Fischer un sin Fru” dreht sich die Schraube immer weiter, bis er mit dem Rücken an der Wand steht. Denkbar, dass hier ein generelles Verhaltensmuster von Männern auch in Gremien wirksam ist.

    • Leon says:

      Das kenne ich! Ich habe es schon 2 mal ganz genauso erlebt. 🙂

      Das “Schweigen der Männer” könnte aber auch daran liegen, dass wir alle die Situation kennen, dass man tagelang mit einer Frau nicht rational reden kann.

      Andererseits haben wir die Erfahrung gemacht, dass sie nach einigen Tagen wieder kommunikationsfähig ist. Wir haben uns daran gewöhnt, uns bei ihren Aggressionen und Logik-Problemen zurück zu halten und einige Tage unauffällig zu verhalten.

      Genau davon gehen wir unbewusst aus, wenn wir von den Genderistas gemobbt werden. Wir gehen eigentlich davon aus, dass die nach einigen Tagen auch wieder klar denken können.

      Dabei verkennen wir, dass wir es hier eben nicht mit einer hormongesteuerten Maus, sondern mit oft tatsächlich männerhassenden, oft lesbischen Frauen zu tun haben, die überhaupt kein Interesse an ausgewogener oder mitmenschlicher Kommunikation mit uns
      haben, die uns auch gar nicht wirklich als Menschen betrachten.

      Sie betrachten uns als Feinde und wir können das einfach nicht glauben.

      Wir täten aber besser daran, uns das klar zu machen. Und wir täten besser daran, uns klar zu machen, dass die “normalen” Frauen völlig anders ticken als die “Genderistas”.

      Wir täten besser daran, uns anzugewöhnen, bei Angriffen, Herabsetzungen, Vorurteilen und Beschimpfungen prompt zu reagieren.

      • suwasu says:

        Eine überlegene Rationalität habe ich bei Männern nun aber auch nicht beobachten können. Das mag im Ingenieurbüro vielleicht sein, wenn es da um Technik geht. Aber im Alltag, wo die Empfindlichkeiten eine Rolle spielen, sind Männer nicht wirklich kühler und rationaler. Ich erlebe diese Diskussionen jedenfalls nicht so. “Hormongesteuerte Maus” ist in meinen Augen ein Stereotyp, welches auch die Messlatte für Männer recht hochhängt.

  4. Sich den Unmut von Frauen zuzuziehen, dass war eben schon immer etwas, was man sich leisten können musste. Ich vermute, dass wir weitaus eher einen Wunsch/Trieb entwickelt haben, Frauen zu gefallen, zu helfen, sie zu schützen

    Letztendlich erfolgt die Partnerwahl sofern wir nicht über arrangierte Ehen reden durch die Frau, sie haben üblicherweise die engeren Auswahlkriterien in dem Sinne, dass Männer bei mehr Frauen zu einer Partnerschaft bereit wären als umgekehrt.
    Das lässt eine Selektion in diese Richtung sehr wahrscheinlich werden.

    Diese Instinkte kann man eben gerade von feministischer Seite aktivieren, sowohl darüber, dass man jemanden vorwirft frauenfeindlich und damit gegen Frauen zu sein und andere Frauen auffordert ihn deshalb auszugrenzen als auch darüber, dass man etwaige Nachteile als etwas framed, was ihm zu schwer zu überwinden ist, womit er nicht zurecht kommt, weswegen er ein schwacher und damit nicht begehrenswerter Mann ist (“mimimimi”).

    • suwasu says:

      Mehrere Ergänzungen:

      Appelliert wird nicht nur an die Männlichkeit im Sinne von Attraktivität, sondern auch im Sinne von Ritterlichkeit. Der Mann ist aufgerufen, die Unterdrückten zu schützen und unterstützen. Skandalös ist dagegen, wenn der vermeintlich starke Mann das Los der Unterdrückten nicht als Problem anerkennt. Dies ließe sich als “Arroganz der Macht” anklagen.

      Zweitens bleibt die Frage, wie sich das letztlich in Strukturen übersetzt. Es wäre ja möglich, dass Männer irgendwann dieses Verhaltensmuster erkennen und überwinden, doch dafür scheint es mir längst zu spät zu sein. Der Feminismus hat sich etabliert und wird auch von Männern verteidigt. Auch Männer gehen gegen Kritiker vor.

      Zumindest für die von mir besuchten Seminare galt eindeutig ein Machtungleichgewicht. Die Professorin hatte die Notengebung in der Hand. Da war es schwierig zu rebellieren. Sie ließ deutlich erkennen, dass sie Kritik nicht mochte. Ob sie wissenschaftliche Kritik hätte gelten lassen, wusste man vorher nicht. Daher war man eher vorsichtig.

      • Joachim says:

        Ausserhalb der Universitäten, und ausserhalb der Kulturwissenschaften, sieht es imo nicht ganz so schlimm aus. Die Mehrzahl der Männer die ich kenne hat keinerlei Vertrauen in die vulgärfeministischen Aussagen die aus Politik und Medien kommen.
        Sie sind auch nicht ritterlich eingestellt. Der Unmut wird in privaten Runden unter Anwesenheit von Frauen klar formuiert, aber, der Sprung zur gesellschaftlichen Wirksamkeit, der misslingt..

      • suwasu says:

        Frage: Ist es in Meetings auch so? Also überall dort, wo man öffentlich spricht? In der Kneipe lästern auch die Uni-Leute in Anwesenheit von Frauen darüber.

      • Joachim says:

        Beruflich habe ich als Selbsttändiger mit einem männlichen Kollegen höchstens auf der Kundenseite mit Frauen zu tun. Das Geschlechter bzw. Genderthema ist quasi nonexistent.
        In gesellschaftlich gehobeneren Stellungen ist der Druck sich politically correct zu äussern viel größer.
        Ich erinnere mich an den Rektor meiner FH, einen Mathematiker, der den Feminismus für inkonsistenten Schrott hielt und , Anfang der 90er, meinte es wäre Zeit für Männerbeauftragte..
        Hörte man ihn dann offiziell, hätte man denken können der Mann wäre überzeugter Feminist.. Wohl wahr, der vulgärfeministische Fisch stinkt vor allen aus den Hochschulen, und infiltriert von dort aus Politik und Medien.

    • m says:

      Dazu fällt mir Bill Mahers: „Making women nod“ ein.

    • Mirco says:

      habe nur Jura studiert, da wurde nie etwas “geframed”. Was soll das heißen ?

      • http://de.wikipedia.org/wiki/Framing-Effekt

        “Framing-Effekt oder Framing (deutsch etwa: Einrahmungseffekt) bedeutet, dass unterschiedliche Formulierungen einer Botschaft – bei gleichem Inhalt – das Verhalten des Empfängers unterschiedlich beeinflussen.”

        Hier geht es darum, dass Nachteile nicht als solche benannt werden, sondern als etwas, mit dem er als Mann eben zurechtkommen muss, wenn er nicht als schwach darstehen will. Wenn man sie als Nachteile benennen könnte, dann kann man sich leichter dagegen wehren als bei einer Formulierung als etwas, mit dem man eben fertig werden muss

  5. petpanther says:

    Was für ein wunderbarer Text. Danke.

  6. yacv says:

    Von Balzac kommt angeblich das Zitat: “Es ist immerhin noch leichter, sich mit Männern herumzuschlagen, als mit seiner eigenen Frau Krieg zu führen.”
    (http://www.otago.ac.nz/library/exhibitions/jbw/gfx/cabinet17/17-NE-1147-6-B83-P68-1959-b.jpg)

    Gegen Feminismus zu sein fühlt sich an wie Krieg gegen die eigene Frau. Meine z.B. ist auch dumpf-unreflektiert Pro-Quote. Genauer gesagt: “Wieso. Das ist doch mal ganz gut. Und ‘Professorin’ in Leipzig find ich lustig.”
    Das ist eine Auseinandersetzung, der ich lieber aus dem Weg gehe, so lange der Leidensdruck nicht sehr hoch ist.

    Das hängt vielleicht damit zusammen (Quelle nicht gefunden), dass Männer zu Hause deutlich größere Beißhemmungen haben als “auf der Straße”, während das bei Frauen genau andersherum ist.

    Und dafür, dass die politischen Forderungen auf die persönliche Ebene gezogen wurden, hat der Feminismus ja früh genug gesorgt.
    “Mein Bauch gehört mir” und “Quasi alle Männer schlagen ihre Frauen”.

    • suwasu says:

      “Und dafür, dass die politischen Forderungen auf die persönliche Ebene gezogen wurden, hat der Feminismus ja früh genug gesorgt.
      “Mein Bauch gehört mir” und “Quasi alle Männer schlagen ihre Frauen””

      DAS könnte ein sehr wichtiger Punkt sein. In der Tat hat man damit das Problem zu einem persönlichem erklärt. Wer setzt sich dann schon gerne dem Verdacht aus, ein Frauen-Schläger zu sein? Auf diese Weise könnte das Reden über Feminismus schon zu einer Frage des Ansehens einer Person geworden sein. Möglich, dass hier implizit die Drohung mitschwang, den Rebellen zu diskreditieren als “Frauenfeind” oder gar noch schlimmeres.

      Mittlerweile halte ich das aber nicht mehr für so zentral. Ich glaube gar nicht, dass jemand überzeugend noch als Schläger/ Vergewaltiger/ Frauenunterdrücker diskreditiert werden kann, der sich kritisch über den Feminismus äußert. Das Schweigen erfolgt aus Gründen politischer Opportunität. Schweigt man nicht, schlagen die Feministinnen Krach, das heißt: die Gleichstellungsbeauftragten etwa. Sie könnten einen Skandal erzeugen und den in die Medien tragen. Das will man von vornherein vermeiden, man will Ruhe, will nicht, dass der eigene Laden ins Gerede kommt. So wirkt das jedenfalls auf mich.

    • dirty mind says:

      “Das hängt vielleicht damit zusammen (Quelle nicht gefunden), dass Männer zu Hause deutlich größere Beißhemmungen haben als “auf der Straße”, während das bei Frauen genau andersherum ist“

      Das ist wie ich finde eine interessante Feststellung.

      Zum einen kann man daran Machtstrukturen innerhalb von Beziehungen aufdecken, zum anderen legt es unser (Männer) Doppelleben offen.

      Eigentlich ist es eher eine Doppelbelastung.
      Die Familie sollte ja eigentlich der Rückzugsort sein, wo Mann die Waffen ablegt und auch mal verwundbar oder schwach sein kann. Denn dafür macht Mann das ja alles.

      Ich persönlich habe feststellen müssen, dass dies aber absolut nicht so ist.
      Zu hause hat Mann genauso unverwüstlich zu funktionieren wie im Erwerbsleben oder wo auch immer.
      Der Mann muss stark sein, immer! Immer verfügbar und leistungsbereit wenn der Chef ruft.
      Zu hause hat er lediglich einen anderen Chef.

      Ein schwacher Mann ist nur noch Ballast.

      „Lasst mich zurück, ohne mich seid ihr schneller!“

      Wenn man davon ausginge, dass wir tatsächlich im Patriarchat lebten und die Männer die Macht hätten, so ist es bezeichnend wie wenig sie diese Macht nutzen.
      Ernüchternd auch wie skrupellos Frauen auch innerhalb der Beziehung agieren, wenn sie die Macht dazu bekommen. Bekommen deshalb, weil diese Macht ihnen ja von anderen (Gesellschaft, Justiz sowie andere Männer) zugestanden wird.
      Selbst dass vom Zitat unterstellte aggressivere Auftreten gegenüber fremden Frauen, dient ja nur der Stärkung der eigenen Familie und wird, insofern diese Frauen attraktiv wären, von der eigenen Frau auch erwartet.

      Eine genauere Analyse wäre sicher aufschlussreich.

      • Neuer Peter says:

        “Die Familie sollte ja eigentlich der Rückzugsort sein, wo Mann die Waffen ablegt und auch mal verwundbar oder schwach sein kann. Denn dafür macht Mann das ja alles.

        Ich persönlich habe feststellen müssen, dass dies aber absolut nicht so ist.”

        Ja, ich auch. Eine sehr bittere Erkenntnis. Die heterosexuelle Partnerschaft ist für den Mann eben kein Rückzugsraum. Man muss es sich leisten können, hier Schwäche und Verletzbarkeit zu zeigen. Tut man das zu oft, wird die Beziehung sehr, sehr ungemütlich und geht mittelfristig in die Brüche.

        Es hilft sehr, das ganze als ein Spiel zu betrachten. So ist die sanfte Dominanz, die viele Frauen bei Männern so attraktiv finden und die sie so häufig aktiv aber verstohlen einfordern, besser aufrecht zu erhalten. Auch eine gewisse ironische Distanz zum eigenen Handeln hilft hier sehr.

        Warum nicht versuchen, sich an dem zu erfreuen, was man ohnehin nicht ändern kann?

        Aus eben diesem Grund halte ich Pickup auch für so wichtig. Nicht, weil es Männern hilft, Frauen aufzureißen. Sondern weil es ihnen eine gewisse Seelenruhe bescheren kann.

      • suwasu says:

        “Aus eben diesem Grund halte ich Pickup auch für so wichtig”

        Klingt plausibel. Hast Du da einen Literaturtipp? Insbesondere wäre da ja das Spiel selbst interessant und eben nicht die Technik des Aufreißens.

      • Neuer Peter says:

        Ich war mir nicht ganz sicher, zu welchem Punkt du etwas haben wolltest, also habe ich erst mal ein paar allgemeine Empfehlungen zum Thema Pick Up zusammengestellt.

        1)
        Christian von allesevolution.wordpress.com hat da immer mal wieder was zu.

        2)
        Ansonsten ist

        http://therationalmale.com/

        von Rollo Tomassi auch sehr gut. Leider verliert sich der Autor bisweilen sehr stark im Fachchinesisch der Pick-Up-Begriffe.

        Zum Einstieg empfiehlt sich ein Blick auf die Artikel dieser Liste:

        http://therationalmale.com/the-best-of-rational-male-year-one/

        3)
        Ein Blog, der Pick-Up-Kniffe in Langzeitbeziehungen behandelt, ist

        http://marriedmansexlife.com/blog/

        von Athol Kay.

        Besonders die Artikel

        http://marriedmansexlife.com/2013/04/the-eternal-captain-rule/

        http://marriedmansexlife.com/2013/05/why-you-need-the-blue-pill-too/

        sind sehr lesenswert.

        4)
        Bei Krauser auf

        http://krauserpua.com/

        findet man auch einige lesenswerte Artikel, von denen aber wohl kaum einer für den Einstieg geeignet ist.

        5)

        Und falls es dir nichts ausmacht, die Gedanken eines misogynen Rassisten zu lesen, schau mal bei

        https://heartiste.wordpress.com/

        vorbei. Der Autor ist ein genuiner Menschenfeind, ein Zyniker und ein Soziopath par excellence. Allerdings ist er wohl auch der Schreiberling mit dem größten literarischen Talent in der amerikanischen Szene.

        Der Artikel

        https://heartiste.wordpress.com/the-sixteen-commandments-of-poon/

        gilt in der amerikanischen Manosphere als Klassiker.

        Zur Einordnung: die amerikanische Szene ist sehr viel stärker radikalisiert als die deutsche und während sich die Mitglieder der Männerrechtsszene in Deutschland eher aus dem liberalen und bisweilen auch aus dem linken Spektrum rekrutieren, ist die amerikanische manosphere stark rechtslastig.

      • suwasu says:

        Neuer Peter,

        vielen Dank!!!

      • Neuer Peter says:

        Revanchier dich doch mit einem kurzen Artikel zu deinem Eindruck. 😉

        Ich möchte im Übrigen noch mal anmerken, dass ich die Erfahrung gemacht habe, dass die doch sehr aggressiven Taktiken, die in vielen amerikanischen Blogs beschrieben werden, bei deutschen Frauen deutlich schlechter ankommen als bei Amerikanerinnen. Bei ersteren sollte man die Intensität doch deutlich runter schrauben. Keine Ahnung, warum das so ist oder ob sich meine Erfahrung verallgemeinern lässt.

        Allerdings ging es ja auch weniger um konkrete Aufreissstrategien als um das Mindset, das durch Pick Up vermittelt wird.

      • suwasu says:

        Genau, erst einmal wollte ich wissen, was der Plan da hinter ist. Aber diesen Unterschied zwischen Amerika und Deutschland hatte bei Christian auch schon mal jemand im Zusammenhang mit dem Flirten betont, vielleicht war es Nick. Schon spannend.

        Mal sehen, einen Artikel wäre so etwas ja mal wert.

      • Neuer Peter says:

        Ich habe das Gefühl, dass eine bestimmte Art männlichen Verhaltens, das hierzulande gern als Macho-Gehabe gerahmt wird, in Deutschland sehr viel stärker abgewertet wird als in den USA. Das insbesondere unter Intellektuellen oder solchen, die sich dafür halten. Dafür gibt es in den USA einen ausgeprägten Anti-Intellektualismus und in manchen Kreisen wird ein eher klassisches Bild des Mannes auch stark zelebriert. Ich weiß aber auch nicht, ob das Ursachen oder Symptome sind.

        Zum Thema klassisches Männerbild und USA siehe auch:

        http://www.artofmanliness.com/

        Die Website ist im Übrigen ein gutes Beispiel für die so genannte “Purple Pill Philosophy”. Hier wird das Ideal des durchsetzungsstarken Manns hochgehalten, gleichzeitig wird aber auch Wert auf Ritterlichkeit und weibliche Wunscherfüllung gelegt, was den Autoren nicht gerade wenig Kritik von anderen Manosphere-Schreibern einbringt.

  7. Michael says:

    in einem der Comments von diesem Videohttp://www.youtube.com/watch?v=CmRDUcbx9tw wurde über die jüngere Dame in der Gesprächsrunde gesagt sie wäre ein gutes Beispiel für “female solipsism”, meint das “weibliche Ichbezogenheit”? Ist das ein anerkannter Befund?

    • suwasu says:

      Solipsismus ist eine Haltung, die eine Außenwelt jenseits meines Bewusstseins verleugnet. Eigentlich ist das eine philosophische Erscheinungsweise und bezieht sich auf das menschliche Bewusstsein an sich, dem der Zugang zu einer objektiven Realität verwehrt ist.

      Weiblicher Solipsismus könnte dann meinen, dass sich in diesem Denken alles nur um Frau dreht. Also die “Ichbezogenheit” ist schon eine mögliche Übersetzung. Aber anerkannter BEfund? VErmutlich nicht, es wird eher auch eine Kampfvokabel sein.

      • Michael says:

        hm, aber passend wenn Frau mittlerweile allenernstens Fragt warum die Männer sich nicht gegen Aussagen wie “alle männer sind Vergewaltiger” oder ähnliches zur wehr setzen. MGTOW wird zur immer besseren Alternative.

      • suwasu says:

        Die Frage ist schon berechtigt. Warum tun sie es nicht? Nur fehlt es den Damen offenbar an der Phantasie, dazu mal Hypothesen aufzustellen, was hieße, sich mal in die Männer hineinzuversetzen und deren Lage zu verstehen.

      • Michael says:

        Es ist einfach nicht so weit her mit dem weiblichen Einfühlungsvermögen 🙂

  8. Henner says:

    Ich habe auch beobachtet, dass in meinem Umkreis Männer wie Frauen oft der Meinung sind, an der Benachteiligung der Frauen in Wirtschaft und Gesellschaft sei schon etwas dran. Man kennt die Überschriften aus den Massenmedien zum Gender-Pay-Gap und zum Männerüberschuss in den Vorständen und glaubt deshalb an die gläserne Decke. Die Quote finden Männer wie Frauen eher nicht so dolle, sehen aber meist ihre eigenen Pläne nicht dadurch beeinflusst. Und die universitären Kasperle-Genderwissenschaftlax finden ALLE skuril und eher lächerlich. Konfrontiere ich sie mit den kruden Ideen von Zwangsheterosexualisierung, Vergewaltigung durch Penetration, Patriarchat, Breitmacker etc., weise ich auf Benachteiligung von Jungen in der Schule oder von Männern im Militär, Gesundheitswesen oder zur Obdachlosigkeit hin herrscht eher völlig Ungläubigkeit oder blankes Entsetzen. Die meisten- wiederum Männlein wie Weiblein – haben sich darüber noch nie Gedanken gemacht. Und wenn ich dann noch darauf hinweise, dass derartige Wirrköpfe an den Hebeln der Macht sitzen, verkeneift es sich kaum einer, über mich zu lächeln. Wer die Medien kontrolliert, gewinnt den Krieg.

    • mitm says:

      Stimmt mit meinen Beobachtungen überein. Vor einiger Zeit erzähle ich einer Bekannten, daß sie künftig nicht mehr politisch korrekt “Lehrerinnen und Lehrer” schreiben muß, sondern Lehrer_innen, andernfalls sei sie heteronormativ und ein übler Chauvinist. “he… wie buchstabiert man das”? Ich habe es ihr erklärt, aber Wochen später sprach sie mich noch mal an, wie denn dieses schreckliche Wort hieß.

      Zu Frage, wie man das Schweigen brechen kann. Antwort: genau mit diesem Beispiel. Diese Absurditäten haben einen gewissen Unterhaltungswert. Man ist zwar ein bißchen suspekt, weil man sich damit überhaupt auskennt, aber man hat die Leute sofort auf seiner Seite und kann dann sehr vorsichtig ggf. mehr Details erzählen.

  9. mitm says:

    @LoMi: Daß das Schweigen der Männer “die Frauen” irritiert und die fehlende Zustimmung die Sache skalieren läßt, sehe ich auch so. Zumal auch sonst das Schweigen der Männer ein Standard-Beziehungsproblem ist.

    MMn gibt es aber noch einen weiteren wichtigen Grund für das Schweigen der Männer: Keine Ahnung von der Sache. Feminismus ist wie Fußpilz, hartnäckig und lästig, wird aber andererseits nicht als wirklich bedrohlich wahrgenommen, sondern ist mehr so Frauengedöns (frei nach Gerhard Schröder). Weil es außerdem sachlich kompliziert ist, hat man keine Lust, sich einzuarbeiten. Das merkt man(n) natürlich. Da bleibt man lieber Philosoph, ehe man sich den Mund verbrennt und halbwegs plausibel klingenden, energisch vorgetragenen Argumenten widerspricht.
    Da hilft nur Weiterbildung und Aufklärung. Ich habe aber keine Idee, wie man eine relevante politische Öffentlichkeit weiterbilden könnte.
    Das Tussikratie-Buch ist in diesem Sinne wahrscheinlich gar nicht mal so übel, weil es bestimmte Tabus aufheben hilft und auch eine Menge Sachinformationen unter die Leute bringt.

    • suwasu says:

      Du könntest recht haben. Denn ohne Kenntnisse hat man nur Unbehagen. Man fühlt Ablehnung, aber kann sie darüber hinaus nicht begründen. Zu schnell verliert man so Legitimität. Der Protest ist bloß Gefühlsausbruch, der dann ja auch gerne umgedeutet wird als Zeichen der Verunsicherung des modernen Mannes. Weil seine alte Rolle in Frage gestellt wird. Sachkenntnisse könnten zu mehr Selbstsicherheit führen. Diese Sicherheit hat zwei Gründe: man kann seine eigenen Zweifel mit Argumenten bekämpfen und man kann seinen Standpunkt gegenüber Anderen begründen.

    • mitm says:

      Korrektur: skalieren -> eskalieren

  10. Oliver K says:

    Ich glaube, es sollte endlich an der Zeit sein, das “Schweigen der Maenner” als das zu deuten, was es ist: Feigheit, “Feigheit vor dem Weibe”. Das Pantoffelheldentum ist weit verbreitet, und man muss den Maennern eins hinter die Loeffel geben, auf das sie mit dem Schwachsinn aufhoeren. Verstaendnis (oh, wir armen Maenner haben’s doch so schwer) vertieft bloss dieses unselbststaendige Verhalten.

  11. muttersheera says:

    “Warum dieser Rückzug ins Ungefähre? Ich weiß es nicht.”

    Ich nehme an, die reflektierteren unter den Männern haben dann doch irgendwann mal bemerkt, wie häufig sich ihre Geschlechtsgenossen in der Vergangenheit gelinde gesagt bis auf die Knochen blamiert haben, so sie über Frauen, Frauenrechte und Feminismus schwadronierten,
    Bsp.
    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41380445.html
    http://www.welt.de/wissenschaft/article351929/Ueber-den-weiblichen-Schwachsinn.html

    Die implizite These vieler Maskus, bis zum Siegeszug des Feminismus hätte es überhaupt keinen Geschlechterkampf/-krieg gegeben, ist an Lächerlichkeit nicht zu überbieten!!!

    WE didn’t start the fire!

    • suwasu says:

      Wir reden über die Gegenwart. In der Gegenwart geht der Kampf nicht von den Männern aus. Das bleibt schlicht Tatsache. Dass es in der Vergangenheit Abfälligkeiten gegenüber Frauen gab, ist unbestritten. Aber lies Christoph Kucklick, der zeigt, dass dies gegenüber Männern auch seit 200 Jahren üblich war.

      • muttersheera says:

        Dann nenn mir doch nur ein Jahr, einen Monat der letzten 50 Jahre, in denen Männer öffentlich geschwiegen bzw. auf Feminismuskritik verzichtet hätten.

        Ich bin gespannt!

        Und: klar hab ich Kucklick gelesen. Stimmst Du mir denn zu, dass es auch in seinem Buch überwiegend um die Aussagen von Männern, in dem Fall eben über sich selbst, ging – die, wenn man parallel dazu die Geschichte studiert, übrigens allen Grund zur Scham und Geringschätzung ihres Geschlechts hatten?

      • suwasu says:

        Es ist weiß Gott nie so einseitig, dass immer nur Männer über Frauen und umgekehrt reden. Männer reden auch schlecht über Männer. Die Geschichte zeigt freilich, dass auch Frauen dies taten, etwa im viktorianischen England. Es ist außerdem irrelevant, ob in der Vergangenheit Männer ein schlechtes Männerbild entworfen haben. Heute sind es Feministinnen, die fortlaufend das Bild des triebgesteuerten, gewalttätigen Mannes prägen und damit sogar Entscheidungen in Sorgerechtsprozessen beeinflussen.

        Es ist angesichts solcher Erscheinungen falsch, immer nur auf Verfehlungen der Männer zu verweisen, als seien sie ein geschlossenes Kollektiv. Selbstkritik wäre angebracht. Das sehe ich aber nicht, ich lese nur den ewigen Vorwurf über die Bösartigkeit der Männer, verbunden mit der klassischen Ausblendung der Vorteile, die Frauen in der vermeintlichen Männergesellschaft genießen, von deren Errungenschaften und Leistungen auch sie leben.

        Es gibt viel zu kritisieren, auch an Männern oder tradierten Männerbildern. Aber nur Kritik und Vorwürfe wirken unrealistisch und unaufrichtig, wo es die Profite von Männlichkeit auf seiten von Frauen verdeckt und verschweigt.

      • muttersheera says:

        Haben wir uns damit denn jetzt geeinigt, dass die Antwort auf die eigentliche Frage:

        “Wann eigentlich haben sich denn Männer an diesem Geschlechterkampf als Kontrahenten beteiligt?”

        korrekterweise lautet: immer, ständig und überall?

      • suwasu says:

        Nein.

        ” immer, ständig und überall?” Sehr pauschal.
        Haben Männer immer, ständig und überall einseitig nur Frauen als Täterinnen dargestellt, entgegen anderslautenden Tatsachen? Haben Männer jeden Monat das “Ende der weißen Frau” ausgerufen?

      • “…übrigens allen Grund zur Scham und Geringschätzung ihres Geschlechts hatten?”

        Warum sollte ich mich für andere Männer schämen? Weil ich männlich geboren wurde? Lächerlich sowas und auch ziemlich frech und überheblich!!

        PS; DU warst also damals bei dem Geschlechterkampf dabei? Warst wohl zu feige für den Schützengraben oder haben die Dich nur nicht gelassen??

      • muttersheera says:

        “Sehr pauschal.”

        Auf einen groben Klotz…

        Ich meine aber dennoch, dass ich damit näher an der Wahrheit dran bin als Schoppe und Du, z. B. 😉

        “Haben Männer immer, ständig und überall einseitig nur Frauen als Täterinnen dargestellt, entgegen anderslautenden Tatsachen?”

        Sie stell(t)en sie doch mindestens als dumm, faul und gänzlich unfähig dar, und das bis heute (siehe Quotendiskussion).

        “Haben Männer jeden Monat das “Ende der weißen Frau” ausgerufen?”

        Sie haben zu allen dokumentierbaren Zeiten die Einflußnahme wie auch z. B. gleiche Entlohnung von Frauen gezielt unterbunden. Und zwar mit _aller_ Macht.

        Ich sehe eine grundsätzliche Asymmetrie in der Hinsicht, dass Feministinnen die nicht gerade kurze Geschichte des Geschlechterkampfs über-präsent haben und sich nicht ganz unbegründet auf der richtigen Seite wähnen können, während der 08/15-WHM (mitunter garantiert auch F) von heute das entweder gar nicht alles so genau weiß bzw. wissen will, oder es eben mit Floskeln wie “aber Männer haben doch auch gelitten!” bzw. “Frauen haben doch indirekt auch profitiert, irgendwie…!” versucht wegzuwischen.

        Aber interessieren täts mich: Welche “Profite von Männlichkeit auf seiten von Frauen” würdest Du denn konkret in die Waagschale werfen wollen? Was hätte D.M.n. denn nicht so gut funktioniert, wenn mann darauf verzichtet hätte, Frauen mindestens über Jahrhunderte massiv zu diskriminieren?

      • Bellator Eruditus says:

        > Sie stell(t)en sie doch mindestens als dumm, faul und gänzlich unfähig dar,
        > und das bis heute (siehe Quotendiskussion).

        Gerade durch die Forderung nach Quoten zeigen die Pro-Quote-Frauen doch, dass sie Frauen eben nicht für konkurrenzfähig halten.
        Wer sich selbst, bzw. die Mehrheit seiner definierenden Gruppe für konkurrenzfähig hält, fordert keine Quote.

        Übrigens stimmt die Realität bemerkenswert exakt mit Möbius’ Vorhersagen überein:
        In jedem Gebiet, dass Frauen “erobern” sinkt die Qualität in’s Bodenlose. Beispiele: Pharmazie, Medizin, Jura oder, ganz aktuell: das Web 2.0.

        > Sie haben zu allen dokumentierbaren Zeiten die Einflußnahme wie auch z. B.
        > gleiche Entlohnung von Frauen gezielt unterbunden. Und zwar mit _aller_ Macht.

        Nein, nicht mit aller Macht sondern mit Recht. Denn ganz offensichtlich leisten Frauen durchschnittlich weniger als Männer. Wenn nämlich Frauen für gleiche Leistung weniger Lohn erhielten, würde kein Unternehmen mehr einen Mann einstellen. Ein angestellter Manager (m/w) würde sich sogar wegen Untreue strafbar machen, wenn er unter diesen Umständen noch einen Mann einstellen würde.

        > Was hätte D.M.n. denn nicht so gut funktioniert, wenn mann darauf verzichtet
        > hätte, Frauen mindestens über Jahrhunderte massiv zu diskriminieren?

        Homo Sapiens wäre ausgestorben. Wenn “die” Männer “die” Frauen wie Männer behandelt hätten, wäre kein Mädchen 20 Jahre alt geworden. Ein Volk, dass das probiert, stirbt innerhalb von 100 Jahren aus. Nicht unbedingt das, was gemeinhin als “nachhaltig” bezeichnet wird.

      • @ Mutter

        “(siehe Quotendiskussion).” ??

        Quotenbefürworter stellen Frauen doch so dar als könnten sie ohne Quoten nix werden. Ganz so als seien Frauen aus deren Sicht eben nicht selber fähig Posten zu erreichen. Wenn die so weitermachen, da hat Danisch recht, ist Frau in ein paar Jahren das neue Dumm … Diese Entwicklungen sind den Quotenfreunden zu verdanken, nicht den Gegnern!

        Weiter sind Frauen nicht massiv diskriminiert worden. Das ist ein feministisches Märchen. Den Wink mit den Schützengräben hast Du offensichtlich nicht verstanden!?

        Nein! Auch Frauen haben nicht das Recht jemanden zu dskriminieren oder sagen wir besser unser Femistaat hat dieses Recht nicht!!

        Ist aber schonmal schön, daß Du erklärst das Feindbild des Feminismus ist der WHM! Da kommen wir der Sache doch schon näher.

        Selbst wenn meine beiden Opas Hitler und Stalin persönlich gewesen wären, hätte niemand das Recht für mich deswegen eine Strafe zu fordern. Du nicht und nicht alle Menschen der Welt!!

        Von Humanismus hälst Du garnichts, so vermute ich?

      • petpanther says:

        @ddbz

        MS hat in einer kürzlichen “Diskussion” mit mir ihren auf ihrer Annahme nach vermeintlichen Frauenunterdrückung rechtmäßigen Revanchismus zum Ausdruck gebracht. Bin darauf sehr angesprungen.

        Es ist billigster selbstgerechter wie infantil feister Sexismus (wäre es nicht Gender wäre es typischer Rassismus diewer Form), der natürlich dazu dient sich alles gegenüber Männern zu rechtfertigen. So wie es schon immer Menschen mit bestimmten Charactären getan haben. Immer das Gleiche neu verpackt. Immer mit Opfer und Sündenbock Narrativ.

        Als Lehrerin scheint sie kompetent zu sein. Wenn sie das nicht auf ihre Schüler und Schülerinnen projeziert oder indoktrinierend weitergibt.

        Verstegen kann ich diesen Zwiespalt kaum, da ein intelligenter tatsächlich reflektierender Mensch so etwas nicht anheimfallen sollte bzw. kann.
        Feministinnen wohl aber schon wie auch andere Totalitistenwahnige. Genauso wie manche Soziopathen recht intelligent sein können – aber selbstreflektierend ehrlich im Sinne des was ich nicht will das man mir, das tue ich auch nicht …? Wohl kaum. Im Gegenteil.

      • Neuer Peter says:

        @ MS

        Ich finde es ja ganz erfrischend, wie offen du deine Misandrie mittlerweile zur Schau stellst. Da weiß man dann auch, was man hat.

        “Sie haben zu allen dokumentierbaren Zeiten die Einflußnahme wie auch z. B. gleiche Entlohnung von Frauen gezielt unterbunden. Und zwar mit _aller_ Macht.”

        Soso. Wo und wie denn?

      • suwasu says:

        Mir nimmt ihre Rabulistik ganz schön den Atem, das muss ich zugeben.

      • Matze says:

        Jo, früher hat sie ihre Geringschätzung von Männer wenigstens noch mit Gedichten oder sowas untermauert:

        http://oliver-flesch.com/2013/05/04/tripper/#comment-8798

        Vielleicht sind ihr die ausgegangen…

    • me says:

      “bis auf die Knochen blamiert haben”

      Ich gehöre ja nicht zu denen, die verbissen genug im Thema sind, um jeden Scheiß gelesen zu haben. Also hab ich grad mal Möbius bei Wikipedia nachgeschlagen (in der englischen, die ist (zur Zeit noch) weniger politisch korrekt gleichgerichtet als die deutsche).
      Und stelle fest, dass Möbius sich alles andere als “bis auf die Knochen blamiert” hat.
      Zitate:
      “For the first time in the German-speaking world he postulated psychological causes of disease.” Also Entdecker des psychosomatischen Konzepts, oder?
      “Sigmund Freud referred to Möbius as one of the fathers of psychotherapy.”
      “Moebius [idea], on the causes of diseases based classification of nervous and mental diseases […] has long been preserved and was leading the way for the psychiatry and neurology of the 20th century.”
      “He received the greatest contemporary recognition for carving out his own territory with this work. (On the Physiological Idiocy of Women)” und “Moebius received plaudits for this piece, but also criticism”

      Klingt so, als würde Mutter Sheera hier die “Was für ein Idiot Ptolemäus war… Wie kann man nur glauben, dass die Sonne sich um die Erde dreht?” Strategie anwenden: Ein Mensch, der vor vielen Generationen gelebt hat, wird mit heutigen Maßstäben gemessen. Und dann auch noch ohne zu überlegen, ob die heutigen Maßstäbe vielleicht genau so krumm (nur in andere Richtung) sind wie die vor hundert Jahren.

      Naja, vorerst muss MS als Beispiel gelten, dass es einen Unterschied zwischen “gebildet” und “klug” gibt.

      • suwasu says:

        Ein gutes Argument! Das Problem des Feminismus ist ja damit auch gut umschrieben: Er ist a-historisch und er ist vollkommen blind für Ambivalenzen. Der Feminismus ver-urteilt auf der Basis heutiger Wert-Maßstäbe und sieht dabei auch nur das Verdammungswürdige, nur Schatten, ohne nach dem Licht zu fragen. Insofern erzeugt er auch nur krasse Stereotype.

      • Matze says:

        “Der Feminismus ver-urteilt auf der Basis heutiger Wert-Maßstäbe und sieht dabei auch nur das Verdammungswürdige, nur Schatten, ohne nach dem Licht zu fragen.”

        LoMi, ohne Flachs und nö: Genau das hab ich gestern spät abends auch noch gedacht als ich MS-Einstellung nachvollziehen wollte.

    • mitm says:

      “Die implizite These vieler Maskus, bis zum Siegeszug des Feminismus hätte es überhaupt keinen Geschlechterkampf/-krieg gegeben, ist an Lächerlichkeit nicht zu überbieten!!!”

      Also Leute, ich muß gerade breit grinsen.

      a. muttersheera ist trotz ihrer durch Kinder usw. nachgewiesenen Weiblichkeit ein klassischer Rabauke (“an Lächerlichkeit nicht zu überbieten”), also eigentlich ziemlich männlich, also vertritt sie durchaus männliche Werte, nach denen ja gerade gesucht wird, also ist sie nachgerade ein Role Model für uns und die jungen Kerls, die sie unterrichtet. 🙂

      b. Wo sie sachlich recht hat, hat sie recht. Man kann aus Schoppes und LoMis Beiträgen (z.B. “Das Buch unterstellt[!!!] offenbar, dass BEIDE Geschlechter permanent ineinander verbissen sind im Kampf um irgendwelche Vorteile.”) die sehr pauschale These ableiten, es hätte keinen Geschlechterkampf gegeben. Das ist in der Tat unrichtig. Alleine wenn ich meine eigene Literaturliste mit Argumenten gegen den Staatsfeminismus und gegen Gender Mainstreaming (http://maninthmiddle.blogspot.de/p/gender-mainstreaming.html#literatur) ansehe, sind viele Quellen ca. 10 Jahre alt, darunter auch vielgelesene Beiträge wie der von Volker Zastrow. Also argumentativ gab es durchaus immer ernstzunehmende Gegner des Feminismus, erst recht in den letzten 3 – 5 Jahren.

      Nur waren sie leider auf der politischen Bühne erfolglos. Unvergessen ist der Sieg von vdL in der CDU, als sie mit einer angedrohten Kollaboration mit dem Feind die Quote im CDU-Programm durchgedrückt hat.
      Sheeras Begriff “Siegeszug des Feminismus” ist schon richtig, es haben Kämpfe stattgefunden und die feministische Seite hat gewonnen. Man kann jetzt nachkarten und die Gründe suchen, warum sich die glasklaren Argumente, die nach wie vor aus der eigenen Perspektive dagegen sprechen, nicht durchsetzen konnten. Da wird man auch fündig, womit ich bei meinem Lieblingsthema Feministische Infrastruktur bin, die mMn eine illegale Verzerrung demokratischer Willensbildungsprozesse bewirkt und deshalb verfassungswidrig ist.

      Man muß ferner die politische und die private Ebene unterscheiden. Auf der politischen Ebene sind die Kämpfe eindeutig nachweisbar, auch wenn hier Kräfte ungleich verteilt waren und sind und die Gegenargumente nie entkräftet wurden, im Gegenteil immer mehr werden.

      Anders sieht es aus auf der privaten Ebene zuhause oder z.B. auf einem obligatorische Genderseminar, wo jeder Widerspruch eine schlechte Note bedeutet. Man schaffte es in solchen Kontexten einfach nicht, der Flut an feministischen Falschaussagen entgegenzutreten, und hat ggf. zu wenig Hintergrundwissen, gibt also irgendwann auf, und ist dann selber Teil des Schweigens.

      Also kurz gesagt: der Begriff Geschlechterkampf ist zu pauschal. Das vermischt die politische und private Ebene, die Frage, ob das ein Kampf mit Argumenten oder mit politischen Tricksereien war und anderes mehr.

      • petpanther says:

        @mitm

        Yup. MS ist wie ein chauvinistischer Rabauke, der damit gern provoziert.

        Hab mir deine Abhandlung zur feministischen Infrastruktur angesehen. Ist m.E. zutreffend. Wird aber nicht ernst genug genommen bzw. nicht wirklich geglaubt. Dennoch ist es tatsächlich so.

        Dem muß sehr viel drastischer und energischer entgegengetreten werden. Argumentation ist bei Gruppen, die sich nicht an Regeln und Ehrlichkeit gebunden fühlen – nur insofern es nicht sichtbar wird bzw. in eine Ambivalenz verwischt werden kann – eigentlich nur sinnvoll gegenüber Dritten. Mit vorsätzlichen und bewusst lügnerischen Propagandisten macht Diskurs nicht wirklich Sinn.

        Das Problem sind wir Männer selbst. Nämlich diejenigen, die sich hier über anbiedern und sich “machohaft männlich” aufplusternd und polternd feministisch geben. Ein männer- und vor allem jungenfeindliches Männlichkeitssurrogat von gefährlichen Schwachmaten, die politisch schon immer Schlimmes angerichtet haben. Heutzutage gern im sog. “Kulturmarxismus” (als umfassender Begriff für etwas was anders nicht fassbar ist) verortet, mit dem die sich in ihrer “Gutmensch-PC-Spießerseele” anderen überlegen fühlen können.

        Das mit der Vermischung ist ja absichtlich. Das Private ist politisch. Die weiblich-politische Manipulationsstrategie. Eigentlich seit Menschengedenken. Aber nicht gut für die Gruppe.

        Ist, wie gegenwärtig, eine nicht mehr wirklich vermeidbare Situation entstanden, dass man sich damit befassen muss, so stellt man eben genau diese gewollte Vermischung fest. Argumentation dagegen ist aus den gleichen schon genannten Gründen überflüssig. Die Vermischung erfolgt ja gerade eben aus dem Grund sich irgendeiner objektiv zutreffenden Rechenschaft bzw. Verantwortlichkeit zu entziehen. Ein Taschenspielertrick, dem immer wieder stattgegeben wird, weil Opferabo etc.

  12. Oliver K says:

    @muttersheera: typisches Geschwaetz, und die typischen Antworten darauf. In der gesamten Vergangenheit der Menschheit gab es eine ungeheure Verherrlichung des Weibes, worauf es dann natuerlicherweise die Reaktion gab: ja, was ist denn am Weib so toll, ausser Kinderkriegen? (Naemlich gar nichts.)

    Dies war jedoch die natuerliche Vorgeschichte der Mennschheit, auf der urwuechsigen Arbeitsteilung aufbauend (die Frau fuer die Innenwelt, der Mann fuer die Aussenwelt). Mit der Explosion der Produktivkraefte im Kapitalismus dann begann diese urspruengliche Arbeitsteilung aufzubrechen. Die Kraefte des Kapitalismus wurden daemonisiert, und der heutige “schuldige Mann” wurde geboren — ohne ihn laeuft nichts, aber er ist schuldig, und muss deshalb bestraft werden. Dieses heutzutage dominante Muster wurde wohl so um den Viktorianismus eingefuehrt. Idolatrie des Weibes gab es auch vorher, aber urwuechsig, nicht moralisch. Erst mit der Entwicklung so eben seit dem Viktorianismus gibt es das reine Weib und den ewig schuldigen Mann.

    • Joachim says:

      Interessant.
      Aus den einstigen Verboten für Frauen kann man ja sehr schön auf die Dinge schliessen, die für Männer geboten waren. Etwa daß er in dem klassischen Familienmodell die finanzielle Versorgung der Familie sichern muss, Wie ging die Gesellschaft früher mit Männern um die diesen Pflichten nicht nachkamen oder besser nicht nachkommen wollten., weiß das hier wer?

      Mir erscheinen deise “Priviligien” die Manner über Jahrtausende gehabt haben sollen zu weiten Teilen sehr zweifelhaft..
      Von daher, emanzipiert euch ihr Frauen, aber ohne cherrypicking und ohne Hintertürchen zur Opferrolle.

  13. ThFuegner says:

    Schweigen?
    Stimmt. Ihr nehmt die Frauen (deren Anerkennung, den Feminismus, die Mösen) zu wichtig.
    Und Euch selbst zu unwichtig.
    Muttersöhnchen, Machos wie Frauenversteher wie Feministen, allesamt. Pussies galore!
    Kein (gesunder) Selbstwert, keine Männerfreundschaften.
    Keine Eier, dafür maximale Scham für Testosteron, Aggression, kein positives Männerbild- weder im Kopf, noch im Herzen.
    Traurig. Aber eigene SelbstSchuld.
    Euch gefällt’s ja so.

    • suwasu says:

      Ich lasse diesen Kommentar mal so stehen. ^^

      • Im Kern hat er ja recht. Viele nehmen die Femis zu wichtig, in dem Sinn, daß manche versuchen die Femis nicht zu verärgern. Da sind Männer wirklich zu feige.

        Manche haben allerdings das Problem ihre Meinung nur mit Beleidigungen transportieren zu können und die sind eigentlich auch arme Würmer …

      • suwasu says:

        Naja, ein kleiner wahrer Kern, eingehüllt in lauter Vorwürfe, das kann ich nicht als Beitrag ansehen. Was soll ich auch mit einem, der kein Verständnis für jene hat, die eben nicht als Eisenhans durch die Welt gehen können? Wir sind nun einmal nicht alle aus gleichem Holze, geworden und gemacht worden sind wir außerdem noch. Wer dafür nur Verachtung übrig hat, spricht kaum für Männer, sondern nur für ein Grüppchen.

      • petpanther says:

        Feminismus muß ernst genimmen werden da er institutionakisiert tatsächlich ein totalitäres Unterdrückungs und Bevorteilungssystem , das letztendlich auf Sexismus und Rassismus beruht, darstellt.

        Die Nummer des ignorieren könnens ist vorbei.

        Dazu z.B. jetzt auf den AVFM Seiten die Istanbul Konventionen des Europarates. Wieder Radikalfeminismus inklusive Duluth Model und allem andere” Unterdrückungs- und Priveligierungswerkzeug” das dann für ganz Europa gelten soll.

        Sie krallen sich in alle Institutionen. Parasitenhaft. Auch um monetäre Ressourcen und Arbeit für sich zu organisieren. Keine Allgemeingültigen Menschenrechte. Geht immer nur um Frauenprivilegien und Männerbenachteiligung. Natürlich alarmistisch mit Opfernarrativ kolportiert.

      • @ suwasu

        Sag ich doch! Beleidigung -> armer Wurm 🙂

        Wer spricht schon für Männer? Haben wir ja keinen Minister für und auch sonst keinen zu gewählt.

        @ petpanther

        Was ist denn das wieder für’n Mist, “Duluth Model” ?

      • petpanther says:

        @ddbz

        Bevor du eine Frau mit dir wohnen lässt oder anderweitig näher an dich ranlässt … oder gar heute noch darauf aus bist deine Zivil- und Menschenrechte prr Heirat zu verwirken …

        … solltest du dich mit dem sog. “Duluth Modell” vertraut machen.

        Es ist das feministische Modell wie man z.B. mit häuslicher Gewalt ( Begriffsdehnung auch hier bis zum Gefühl des Diskomforts) umgeht. Im Konfliktfall immer Mann Täter, auch dann wenn es offenkundig nicht so ist. Es ist letztendlich die Sicherstellung das Projektion und Falschbeschuldigung vor der Exekutive (Polizei) und dem Gesetz Bestand hat und nicht geahnded wird.

        Hast du ärger mit einer Frau und greift sich dich an, auch dann wenn sie provoziert, dann wirst du abgeführt und gehst in den Knast.

        Steht auch hinter der Rechtsprechungsdoktrin in Sorgerechtsfragen.

        Jeder Mann sollte das eigentlich wissen.

        Unser ach so tolles wie lichtscheues Familienministerium informirt die Bürger darüber nicht.

        Übrigens die sog. Rapeculture und der heutige Umgang mit anonymer Anzeige ohne Rechtfertigung und Möglichkeit des verteidigens an amerikanischen Unis fusst auch darauf. Eine Art Witch-Hunt wie im Mittelalter auf Männer und Jungen gerichtet.

        Der feministische feuchte Progromtraum.

  14. WikiMANNia says:

    Hat schon mal jemand versucht, Dummheit zu widerlegen? Eben!

    – Ich glaube schon, dass Männer lieber mit Taten sprechen, als dümmliche Feminismusthesen zu widerlegen. An “Feigheit vor dem Weibe” könnte was dran sein, denn welche Mann will müde vom Schaffen abends heim kommend Streß mit seinem Eheweib?
    – Die Männerfeindlichkeit ist schon rund 250 Jahre alt, möglicherweise hat man(n) sich daran gewöhnt.
    – Viele Männer scheinen noch nicht bewusst wahrgenommen zu haben, dass sich die feministische Frauenbewegung institutionalisiert hat und jetzt zielstrebig auf die Gleichschaltung des gesamten Landes, ja Europas hinarbeitet.
    – Antifeministische Schriften gab es schon um 1900. Schon damals war fast alles nötige zum Thema Feminismus gesagt.

  15. Pingback: Gemäßigter Idealismus | stefanolix

    • mitm says:

      @ Roger
      Dieser Robert Franken ist entweder ein völliger Amateur oder ziemlich durchtrieben. Ich habe keinen Facebook-Account, den man zum Antworten braucht, sonst würde ich ihm ein Dutzend Links zuschicken, wo er Männer findet, die sich seit Jahren beteiligen, die aber keiner hören will.

      Wobei ich mich frage, ob die durchkommen. Nach meinen nur sporadischen Eindrücken und vagen Erinnerungen ist huffingtonpost stramm feministisch, dazu paßt ja auch dieser Artikel und die Kommentare drücken es auch aus.

      Falls jemand einen Account hat, kann man ihn mal darauf hinweisen, daß “eineinhalb Jahre lang Elternzeit nehmen”, was keineswegs verboten ist, nicht zu den Kernthemen und -Forderungen von Männern zählt, zumal auch Frauen dringendst davon abgeraten wird, sondern die Beseitigung diverser rechtlicher Diskriminierungen viel dringender wäre.

  16. Pingback: Männer haben die Nase voll! | emannzer

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