Fundstück: Sind Frauen oberflächlich?

Spiegel Online zitiert die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung mit ein paar Bemerkungen von Schauspieler Jürgen Vogel über Gespräche zwischen Männern bzw. zwischen Frauen. Dabei wendet er sich gegen die Vorstellung, Männer würden ihre Gefühle verschweigen, aber Frauen würden gerne Gespräche mit Tiefgang führen:

“Im Verhältnis zu dem, worüber wir reden, lügen sich Frauen ganz oft auch richtig einen in die Tüte, sie sagen sich überhaupt nicht die Wahrheit”, sagt Vogel in einem gemeinsamen Interview, das er gemeinsam mit Moritz Bleibtreu der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung” (“FAS”) gab.

Und dann teilt er noch weiter aus:

Dass Männer nicht über Gefühle reden wollen, hält der 46-jährige Schauspieler für ein Klischee: “Ich seh’s ja genau andersrum. Es ist ja nicht so, dass ich das nicht mitkriege, ich hab’ ja Frauen um mich herum, aber ich finde Frauengespräche oft oberflächlich.”

Ich finde das interessant. Es entspricht meinen Erfahrungen. Einigen jedenfalls. Natürlich ist das, was Jürgen Vogel dort sagt, nicht unbedingt differenziert und wird der charakterlichen Vielfalt von Menschen nicht gerecht. Ich weiß noch nicht so recht, was ich von Vogel halten soll. Aber das Fundstück interessierte mich, weil es zumindest mein Empfinden widerspiegelt – in vielen Fällen, gewiss nicht in allen.

Advertisements
This entry was posted in Uncategorized. Bookmark the permalink.

18 Responses to Fundstück: Sind Frauen oberflächlich?

  1. nomadenseele says:

    Ich unterhalte mich auch wesentlich lieber mit Männern als mit Frauen. Das liegt daran, dass typische Frauenthemen mich nicht interessieren, Frauen gerne das gleiche Thema 10mal durchkauen und Männer meistens nur dann den Mund aufmachen, wenn sie etwas zu sagen haben oder dies zumindest glauben.

    Ein Ausnahme: Ich frage Männer nie nach dem Weg. Sie schicken einen lieber in die falsche Richtung, als zuzugeben, dass sie den Weg nicht kennen.

    • suwasu says:

      Die Ausnahme ist spannend. Kann ich mir aber vorstellen. Unwissen zugeben ist manchen Leuten tatsächlich so peinlich, dass sie lieber mit großem Selbstbewusstsein Quatsch erzählen.

      • nomadenseele says:

        Das ist kein Vorurteil, sondern mir schon sehr oft passiert. Es waren ausschließlich Männern, die mich lieber in die entgegengesetzte Richtung geschickt haben, als zu sagen, dass sie nicht wissen, wo eine Straße liegt.

        Wenn ich an den Streit meiner Eltern bei der Installation des Computers denke, dann komme ich zu dem Schluß, dass es Männern auch sehr schwer fällt Hilfe anzunehmen. Mein Vater kam nicht weiter und meine Mutter wollte jemanden holen, der sich gut mit Computer auskennt. Mein Vater hätte den Computer lieber in den Mülleimer geworfen als Hilfe anzunehmen. Schon ein typisches Verhalten.

      • suwasu says:

        Kenne ich von mir auch, ich habe auch Mühe, Hilfe anzunehmen. Allerdings gebe ich Unwissen freimütig zu.

      • nomadenseele says:

        Woran liegt das bei Männern? Verletzter Stolz?

      • suwasu says:

        Ich kann nur spekulieren. Aber bei mir hat es etwas damit zu tun, dass ich eine Sache selber beherrschen und in den Griff kriegen will. Vielleicht passiert das deswegen, weil ich mich so meiner Fähigkeiten versichere, auf eigenen Füßen zu stehen. Das wiederum spielt an auf das fehlende Netz unter dem beruflichen Hochseil. Helfe ich mir nicht selbst, bin ich verloren. Meine berufliche und damit soziale wie finanzielle Existenz muss ich selber regeln und schaffen. Deshalb habe ich dann wohl auch den Ehrgeiz, unabhängig zu sein von Hilfe, also viele Probleme alleine bewältigen zu können.

      • St. Elmo says:

        Seltsam ich hatte noch nie ein Problem zu sagen wenn ich den Weg nicht wusste ” Tut mir leid, ich kenne mich hier selbst nicht aus…” oder “Tut mir leid, der Straßenname sagt mir nichts”

      • suwasu says:

        Ich auch nicht. Aber wenn ich mal an die Uni zurückdenke: Sowohl Studis als auch Lehrende hatten damit schon Mühe. Zugeben von Wissenslücken ist nicht selbstverständlich. Es gibt genug Leute, die das offenbar sehr fürchten.

    • Gnito says:

      “Ein Ausnahme: Ich frage Männer nie nach dem Weg. Sie schicken einen lieber in die falsche Richtung, als zuzugeben, dass sie den Weg nicht kennen.”

      Es könnte doch auch sein, daß sie den Weg doch kannten, Dich aber mit Absicht in die falsche Richtung schickten. Ich habe in meiner Phase des Frauenhasses jahrelang Frauen, die mich nach dem Weg fragten, mit Absicht in die falsche Richtung geschickt. 😉

      • nomadenseele says:

        Ja, ich bin die letzten 20-25 Jahre nur an Frauenhasser geraten 🙄 – Dummschwätzer ist wahrscheinlicher.

      • suwasu says:

        Hey, wir sind das Patriarchat – wir alle hassen Frauen 😉

        Keine Ahnung. Ich finde es doch sehr, sehr merkwürdig, Leute absichtlich in die falsche Richtung zu schicken.

      • Jetzt mal ernsthaft. Du willst sagen, daß Du seit 20-25 Jahren an Männer geraten bist die Dich absichtlich in die falsche Richtung gelotzt haben? Auch wenn sie nicht wussten wo Dein Ziel ist, Dir aber tzotzdem “wissende” Auskunft gaben ist das Absicht. Und das seit 20-25 Sonnenumrundungen? Hm…

        Kann das sein, daß Du ein “Dummschwätzer” bist und vom eigentlichem Thema ablenken willst.

        Man entschuldige mir meine Worte, insbesondere den “Dummschwätzer” aber dies Spiel hier scheint mir doch eigentlich zu offensichtlich.

      • nomadenseele says:

        Tut mir leid, dass dir meine Erfahrungswerte nicht gefallen.

        Die einzigen Ausnahmen habe ich in Mainz erlebt, aber die Mainzer sind ohnehin ein Menschschlag für sich. Wenn da der Befragte den Weg nicht kennt, habe ich oft erlebt, dass er einen unbeteiligten Dritten hinzugezogen hat. Da gab es dann Grüppchen, die sich nicht kannten, aber eifrig am diskutieren waren 😉 .

        Die Frankfurter sind dagegen mit Abstand am unangenehmsten, dort kommt oft im Vorbeirennen nur ein *Weiß ich nicht.*.

      • Ob mir Deine Erfahrungswerte gefallen ist eigentlich egal. Ich glaube Dir einfach nicht! Das ist alles.

        “Die einzigen Ausnahmen habe ich in Mainz erlebt,” Alles klar! Die Mainzer bauen ihre Stadt auch immer um. Da sind die Häuser heute hier, morgen dort und übermorgen …plup weg…

        Ein Tip: Frag doch nach dem Weg und geh in die entgegengesetzte Richtung, dann kommst Du bestimmt zum Ziel. :mrgreen:

      • nomadenseele says:

        *Ich glaube Dir einfach nicht!*

        Dann lasse es eben bleiben, glaubst du, ich hätte damit ein Problem? Mir schei*eegal.

      • Bombe 20 says:

        nomadenseele,

        sorry, den kalten Thread aufzuwärmen, aber:

        Ich frage Männer nie nach dem Weg. Sie schicken einen lieber in die falsche Richtung, als zuzugeben, dass sie den Weg nicht kennen.
        […anderthalb Tage später…]
        Die Frankfurter sind dagegen mit Abstand am unangenehmsten, dort kommt oft im Vorbeirennen nur ein *Weiß ich nicht.*.

        Schlimm sind also Männer, weil sie nicht zugeben können, daß sie den Weg nicht wissen. Noch schlimmer sind nur Frankfurter, weil sie einem direkt sagen, daß sie den Weg nicht wissen.

        Offenbar ist die richtige Art also ungefähr so: “Ach, zur Lessingstraße wollen Sie? Das ist ja interessant. Kommen Sie, gehen wir erstmal in das Kaffee da vorne. Was möchten Sie denn in der Lessingstraße, besuchen Sie da jemanden? Ich habe ja in der Schule auch was von Lessing gelesen, war sehr interessant… Nein, lassen Sie, ich bezahle. Ist das Mindeste, was ich tun kann; ich habe nämlich keine Ahnung, wo die Lessingstraße ist.”

        Aber mal im Ernst: Wenn Du in Frankfurt jemanden auf der Straße ansprichst, besteht eine 50/50-Chance, daß er überhaupt nicht aus Frankfurt ist. Wenn doch, ist die Wahrscheinlichkeit nicht ganz klein, daß er noch nicht lange da lebt und auch nicht plant, sehr lange zu bleiben. Wozu also auskennen lernen? Und wenn Du wirklich einen echten Frankfurter erwischen solltest, muß der unhöflich sein, erstens um das jahrzehntelang vom Stadtmarketing aufgebaute Image nicht zu versauen und zweitens, weil wenn sich des rumspreche tut, daß da aaner Auskunft gebbe kaa, der kommt an dem Daach ja zu nix mehr.

        Persönlich vermeide ich es inzwischen auch, Wege zu erklären. Die Leute sehen hinterher immer so verstört aus…

        SCNR,
        Bombe 20

  2. m says:

    Men = Content, Women = Context. Das ist nicht so neu.

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s