Feminismus der Angst

Auf Allesevolution wird heute das Thema Promi-Nacktbilder diskutiert. Feministinnen haben diese Geschichte in bekannter Manier gedeutet als männliche Machtaktion.

Zentrale Prämisse dieses Feminismus ist, dass wir in einer männlich dominierten Gesellschaft leben. Alles, was Männer mit Frauen machen, machen sie, um Macht über sie zu gewinnen. Demnach kann es keinen unschuldigen Umgang mit diesen Nacktbildern geben. Es müsse dann folgerichtig angenommen werden, dass das Interesse an den Promi-Nudes allein dazu dient, diesen Damen einen Schaden zuzufügen.

Aber gerade dieser Fall und seine feministische Deutung sind entlarvend. Es wird nämlich erkennbar, wie der Feminismus arbeitet. Denn Valenti und Co. reden  und urteilen vollkommen empiriefrei über die Motive von Millionen von Besuchern der Webseiten, auf denen diese Bilder zu sehen sind. Sie haben vermutlich nicht einen dieser Nutzer persönlich nach seinen Gründen befragt. Noch weniger werden sie eine repräsentative Erhebung vorgenommen haben, um die Gründe zu ermitteln. Das hält sie nicht davon ab, diesen Leuten bestimmte sehr negative Motive zu unterstellen. 

Alleinige Basis dieser Unterstellung ist die Prämisse, es gäbe ein Patriarchat, und eine gewisse, durchaus plausible Strategieanfälligkeit des Vorhandenseins solcher Nacktbilder. Diese Prämisse operiert mit einem fragwürdigen Menschenbild: Männer wie Frauen werden hier als Quasi-Automaten gedacht, die nichts anderes können, als die strukturellen Machtverhältnisse immer wieder zu reproduzieren. Der Feminismus gesteht ihnen keinen Eigensinn zu, keine eigenen Motive und Ziele. Nur mit Hilfe eines solchen Menschenbildes kann man es rechtfertigen, das Interesse an den Nacktbildern als machtorientiert zu deuten. Sobald man Eigensinn annimmt, müsste man sich eingestehen, dass man die Gründe der Menschen erst kennen kann, wenn man sie selber danach fragt. 

Der zweite Punkt ist das worst case Szenario, das die feministische Deutung plausibilisieren soll. Tatsächlich ist es vorstellbar, dass diese Nacktbilder missbraucht werden und dass auch niedere Beweggründe zum Zuge kommen bei diesem Missbrauch. Daraus folgt aber nicht, dass die Mehrheit der Neugierigen auch wirklich dieses Missbrauchsinteresse hat. Schließlich muss der denkbare Missbrauch nicht verwirklicht werden, denn er ist nur eines von mehreren denkbaren Umgangsweisen mit diesen Bildern.

Die feministische Deutung hat sich aber gezielt auf diesen denkbar schlechtesten Fall kapriziert. Von allen möglichen Formen des Umgangs und von allen möglichen Gründen der Neugierde sucht sie sich eben jene aus, die am unmoralischten und skandalträchtigsten sind. Alle anderen werden ausgeblendet. Insofern scheint der worst case hier den Dreh- und Angelpunkt aller Überlegugnen zu bilden.

Das zeigt gewisse Parallelen zum Sicherheitsdiskurs. Auch Überwachungsfetischisten, Polizei und Innenpolitiker neigen dazu, ihr Ziel der Ausdehnung staatlicher Befugnisse durch worst case Szenarien zu rechtfertigen. Immer geht es um die Verhinderung des Ernstfalles, ganz unabhängig davon, wie wahrscheinlich dieser ist. Wichtig ist für diesen Diskurs, dass er immer ein möglichst eindrucksvolles Schreckensszenario entwirft, um das eigene Handeln zu legitimieren.

Der Ernstfall spielt in vielen Vulgärfeminismen eine ebenso bedeutende Rolle. Wir kennen das aus vielen Zusammenhängen. Jeder Mann könnte ein Vergewaltiger sein, jeder Vergewaltiger sieht aber aus wie ein ganz normaler Mann. Dieser Logik zufolge muss man sich vor den “vergifteten M&Ms” schützen, ganz gleich, wie wenige es eigentlich sind. Schließlich bestünde ja die reale Gefahr, dass man ein vergiftetes erwischen könnte. Der Radikalismus feministischer Forderungen geht häufig einher mit dem Schüren der Angst und mit der Betonung immerwährender Bedrohung, die in jeder Nische des Alltages lauert. Nicht umsonst gehört es zu den beliebten Themen des Feminismus, dass der schlimmste Feind der Frau der eigene Ehemann ist, weil so viele Männer ihre Frauen schlagen oder gar töten würden. Das gleicht sehr dem Bild des Terroristen, der in unser aller Nachbarschaft als “Schläfer” lauert und für gewöhnlich von allen als freundlich und hilfsbereit und vollkommen harmlos erlebt wird. Beide Bilder legen es dann nahe, dass man mit drastischen Vorkehrungen versucht, diese Gefahr zu bannen. Deshalb votieren Leute wie Antje Schrupp auch für den Generalverdacht gegen Männer (siehe den Nagellacktest). Hier schwingt der in konservativen Sicherheitskreisen beliebte Satz mit: Wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten.

Man wird sich also eingehender mit dieser Orientierung des Vulgärfeminismus am worst case Szenario befassen müssen. Eine Dekonstruktion dieses feministischen Moralunternehmertums müsste ähnliche Argumente benutzen, die auch gegen eine überbordende Sicherheitspolitik vorgebracht werden. Ein so arbeitender Feminismus müsste sich als politische Strategie entlarven lassen, da die alleinige Berücksichtigung des schlimmsten denkbaren Falles nicht beanspruchen kann, seriöse Beschreibung von Geschlechterverhältnissen zu sein.  

 

 

 

 

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20 Responses to Feminismus der Angst

  1. “Nicht umsonst gehört es zu den beliebten Themen des Feminismus, dass der schlimmste Feind der Frau der eigene Ehemann ist, weil so viele Männer ihre Frauen schlagen oder gar töten würden.”

    Der Grund für den hohen Anteil schwerer Straftaten in Beziehung – was eben auch eine hohe Aufklärungsrate nach sich zieht – ist die Tatsache, daß Menschen normalerweise schwerer Straftaten nicht fähig sind und große Gefühle benötigen wie z.B. enttäuschte Liebe, um diese Barriere zu überwinden. Das hat mir schon mein Papa erzählt – er ist Richter – als ich noch sehr klein war.

    Die vom Feminismus angeführte Tatsache spricht also gerade gegen die feministische Behauptung – ich bin immer wieder erstaunt, warum es so schwer ist, das zu bemerken.

    • suwasu says:

      Da ist was dran. Die Hemmschwelle dürfte recht hoch sein. In die selbe Kerbe schlägt ja auch von Schirach mit seinen erzählerischen Versuchen der Erklärung, warum jemand zum Verbrecher wird.

      Insgesamt – würde ich sagen- hat sich unsere Gesellschaft zunehmend zivilisiert im Laufe der Jahrhunderte. Die Gewaltrate dürfte massiv abgenommen haben. Das passt dann nicht zur beliebten Skandalisierung von Gewalt und dem damit erzeugten Eindruck eines rasanten Verfalls der Zivilisation.

      Es ist schon bemerkenswert, dass man den Fortschritt nicht bemerkt, aber sich so sehr auf die Extremfälle konzentriert. Politisch lässt sich aus den Extremfällen natürlich am meisten Kapital schlagen. Deshalb dürfte die Empörung und der Skandal letztlich auch eine Strategie sein.

      • ” Insgesamt – würde ich sagen- hat sich unsere Gesellschaft zunehmend zivilisiert im Laufe der Jahrhunderte. Die Gewaltrate dürfte massiv abgenommen haben. ”

        Die Kriminalitätrate nimmt durch Polizeipräsenz ab, durch die demonstrierte Wahrscheinlichkeit für ein Delikt belangt zu werden. Die Schwere der Strafe spielt so gut wie keine Rolle: “Hand ab bei Diebstahl” kann mir egal sein, wenn da niemand ist, der ihn bemert, anzeigt, verfolgt. Das weiß man seit dem Mittelalter.

        Delikte, die auf Eigennutz beruhen nehmen daher in der Tat ab, wenngleich es einen recht konstanten Sockel von Straftaten gibt, die auf sozialen Konflikten beruhen. Konfliktkriminalität wird es immer geben, solange Menschen aufeinander leben. Allerdings: Konfliktstraftaten wiederholen sich in der Regel nicht, da die Täter normalerweise ihre eigene Tat mißbilligen und anschließend solche kritischen Situationen ganz meiden bzw. sich ihnen entziehen. Auch das ist seit Jahrzehnten in der Kriminologie bekannt.

      • suwasu says:

        Feststeht auch: Die Angst vor Kriminalität steht oft in keinem Verhältnis zu den realen Wahrscheinlichkeiten, Opfer einer Straftat zu werden. Es zeigt sich in Studien, dass häufig solche Gruppen die größte Furcht davor haben, die statistisch am seltensten Opfer werden. Auch wird die Gefahrenlage in bestimmten Stadtteilen oft falsch eingeschätzt, in der Regel überbewertet.

        Eine seriöse Politik würde hier aufklären und den Leuten die Angst nehmen, wo sie unbegründet ist. Eine unseriöse Politik schürt die Angst und bestärkt die Leute in dem Gefühl der Bedrohung.

        Der worst case Feminismus macht genau das. Auch der Feminismus arbeitet ja mit der dramatischen Verkennung zB. der Wahrscheinlichkeit von Frauen, Gewaltopfer zu werden. Man weiß, dass Männer ein vielfach höheres Risiko haben, aber dennoch tut der Feminismus so, als könnte sich Frau kaum noch auf die Straße trauen.

        Sicherheitspolitiker tun dies in ähnlicher Weise, um Zustimmung für mehr Polizeibefugnisse zu bekommen. Der Feminismus könnte eine ähnliche Strategie fahren.

        Zumindest muss man mal klären, was den Vulgärfeminismus so am worst case fasziniert.

  2. Nebenbemerkung:

    Leszek betont immer wieder, daß er gegen einen Equifeminismus nicht prinzipiell was hat. Meiner Ansicht nach ist das aber unklug, denn solche Aktionen zeigen, daß Radikalität nicht auf Radikalfeminismus beschränkt ist.

    • Nick says:

      Verstehe ich nicht: Jessica Valenti ist doch bis zur letzten Hirnzelle radikalfeministisch.

      Diese aberwitzige Interpretation hätte auch direkt aus der Feder von Dworkin oder MacKinnon stammen können. Sie ist doch geradezu exemplarisch für Radikalfeminismus.

      • @Leszek

        Du willst sagen, daß nur Radikalfeministen diese Aktion so bewerten?

        Anders formuliert – wenn man Radikalität als definierendes Merkmal des Radikalfeminismus benutzt, dann stellt man sich sicher auch einen Feminismus vor, der akzeptabel ist: Man vermutet und postuliert ihn – eben Feminismus OHNE …. .

        Das Problem an so einer definitorischen Methode ist, daß Feministen ihr label (radikal oder nicht) wechseln können, ohne daß sie ihre Meinungen ändern – einfach dadurch, daß wir dieses oder jenes nicht mehr radikal finden. Insbesondere können sie zugleich “radikal” und “nicht-radikal” sein.

        Oder wolltest du auf etwas anderes hinaus?

      • Sorry … das ging nicht an Leszek, sondern an Nick. 🙂

      • Nick says:

        Anders formuliert – wenn man Radikalität als definierendes Merkmal des Radikalfeminismus benutzt, dann stellt man sich sicher auch einen Feminismus vor, der akzeptabel ist: Man vermutet und postuliert ihn – eben Feminismus OHNE[..]

        “Radikalfeminismus” steht für mein Empfinden für ganz eine bestimmte, Mitte der 1970er hegemonial gewordene Denktradition – nicht für jeden Feminismus, der radikal ist. Da haben wir wohl aneinander vorbeirededet.

        Das Problem an so einer definitorischen Methode ist, daß Feministen ihr label (radikal oder nicht) wechseln können, ohne daß sie ihre Meinungen ändern – einfach dadurch, daß wir dieses oder jenes nicht mehr radikal finden. Insbesondere können sie zugleich “radikal” und “nicht-radikal” sein.

        Deshalb muss man nmE die historisch gewachsene und sehr stabile Denktradition offen legen. Da kommt Frau Valenti nicht so ohne Weiteres mit “But I am a sex-positve-third-wave-feminst!11!” raus.

      • @Nick

        “Da kommt Frau Valenti nicht so ohne Weiteres mit “But I am a sex-positve-third-wave-feminst!11!” raus.”

        Das bestreite ich gar nicht, aber das Echo geht inzwischen weit über diese Leute hinaus.

      • suwasu says:

        Welche Leute echoen dann diesbezüglich?

      • Nick says:

        @Elmar:
        LoMi schreibt: “Zentrale Prämisse dieses Feminismus ist, dass wir in einer männlich dominierten Gesellschaft leben. Alles, was Männer mit Frauen machen, machen sie, um Macht über sie zu gewinnen. ”
        Diese Prämisse ist eben mit dem Radikalfeminismus etabliert worden. Insbesondere bzgl. sexueller Dinge.

        Vorher wäre kaum jemand auf die Idee gekommen, so frank und frei einfach mal sowas zu behaupten. Jedenfalls seit mehr als 100 Jahren nicht, Raikalfeminismus ist auch ein Rekurs auf die viktorianische Weiblichkeitsinzenierung als allgegenwärtig viktimisierte Sexsklavin (->”white slavery”)

      • Nick says:

        @Elmar:
        Das bestreite ich gar nicht, aber das Echo geht inzwischen weit über diese Leute hinaus.

        Ich verstehe leider auch nicht, was du damit meinst.

    • “Leszek betont immer wieder, daß er gegen einen Equifeminismus nicht prinzipiell was hat. Meiner Ansicht nach ist das aber unklug, denn solche Aktionen zeigen, daß Radikalität nicht auf Radikalfeminismus beschränkt ist.”

      Die beiderseitigen Positionen und deren Vorzüge wären meiner Meinung nach wie folgt:

      1. Vollständige Ablehnung

      – ein Großteil des theoretischen Feminismus ist letztendlich radikal, nur untheoretische Feministinnen lösen sich von diesen Thesen, mitunter in Unkenntnis davon, was in der Theorie überhaupt steht
      – deutliche Ablehnung ist einfacher und verhindert, dass sich Feministinnen auf “das sind die anderen Feministinnen” berufen

      2. Ablehnung des radikalen Teils

      – ist eher in Einklang mit der allgemeinen Ansicht, dass es einen “guten” oder “gemäßigten” Feminismus im Sinne einer Vertretung von Fraueninteressen geben kann und erlaubt daher die Abwehr des Vorwurfs, dass man allgemein gegen eine Vertretung von Fraueninteressen ist
      – baut wenig auf einer reinen Bezeichnung auf “wenn es Feminismus heißt, dann bin ich dagegen, auch wenn Equityfeminismus die Nachteile, die ich sonst im Feminismus sehe nicht hat” –> Konsequenz wäre ja die Forderung, dass diejenigen sich umbenennen, weil man nicht akzeptieren kann, dass sie unter dem Label Feminismus laufen, auch wenn sie dann die gleichen Inhalte vertreten.
      – erlaubt damit aus meiner Sicht eine differenziertere Position, die Inhalte und nicht Bezeichnungen in den Vordergrund stellt (“mit einem Feminismus, der sich für Frauenrechte einsetzt habe ich natürlich nichts, sehr wohl aber gegen einen Feminismus, der daraus einen Kampf gegen und eine Abwertung von Männern macht”)

  3. “Man wird sich also eingehender mit dieser Orientierung des Vulgärfeminismus am worst case Szenario befassen müssen. Eine Dekonstruktion dieses feministischen Moralunternehmertums müsste ähnliche Argumente benutzen, die auch gegen eine überbordende Sicherheitspolitik vorgebracht werden. Ein so arbeitender Feminismus müsste sich als politische Strategie entlarven lassen.”

    Zustimmung – ich bereite für Sontag mal was vor. Haben wir eigentlich eine Tagesordnung und einen Ort, wo wir uns treffen?

  4. Eher off topic – eine Wiederholung des bei EvoChris Gesagten lohnt aber:

    i) Wenn es einen Unterschied gibt zwischen Homosexualität und Heterosexualität, dann liegt er darin, daß Hetero-Männer die Lust von Hetero-Männern nicht erregend finden.

    ii) Wenn Pornos für Hetero-Männer erregend sein sollen, dann wird die Lust der Frauen dargestellt bzw. wie ihnen Lust bereitet wird. Ob da irgendwo ein Machtgefälle reinspielt als Quelle der Lust in nebensächlich für die Tatsache, daß Hetero-Pornographie nicht das Vergnügen der Männer dokumentiert. Auf das muß man stattdessen aus den Bildern zurückschließen. Männer in Hetero-Pornos sind eh nur Schwanzträger und weitgehend unsichtbar.

    iii) Wie man jemanden dadurch entwürdigt, daß man seine Lust dokumentiert, ist schon ziemlich rätselhaft – es sei denn, daß es für eine Frau entwürdigend ist, sie mit Männern zu empfinden. Und mehr muß man zum Menschenhass der Porno-ablehnenden Feministen wohl nicht sagen.

  5. Matze says:

    “Denn Valenti und Co. reden und urteilen vollkommen empiriefrei über die Motive von Millionen von Besuchern der Webseiten, auf denen diese Bilder zu sehen sind.”

    Wo vertritt der Feminimus eigentlich eine opjektive Position?
    – ganz ohne Patriarchat
    – von Grund auf böse Männern
    – ohne, dort wo Geld abzuschöpfen ist, die Pimmel & Pussys zu zählen und das als Diskriminierung umzudeuten
    – ohne ein gesellschaftliches Problem als reines Frauenproblem mit Männern als alleinige Täter darzustellen oder besser noch es komplett verkehrt umzudeuten (“schlechtere Bildungschancen für Mädchen” oder alles zu Gewalt)

    Liegt vielleicht an meiner beschränkten Wahrnehmung, aber ich habe gerade Schwiergkeiten etwas zu finden.

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