Fundstück: Telepolis kritisiert den ZEIT-Artikel über “zornige abgehängte Männer”

Für alle, die sich mit dem jüngst bei Schoppe besprochenen Artikel der ZEIT über die vermeintlich zornigen Männer (= Feminismuskritiker) interessieren, gibt es eine Reaktion von Stephan Schleim auf Telepolis.

Im Teaser heißt es:

Anstatt zu argumentieren, wird in wichtigen gesellschaftspolitischen Diskussionen heute gerne psychologisiert, emotionalisiert und stigmatisiert. Das ist bequem, denn mit Putinverstehern, Trollen, Verfassungsfeinden oder Verschwörungstheoretikern braucht man sich nicht mehr inhaltlich auseinanderzusetzen; allenfalls kann man noch über eine psychiatrische Behandlung nachdenken. In der Diskussion über Gleichberechtigung und Geschlechterrollen haben jüngst Anna-Katharina Meßmer, Mitinitiatorin des #Aufschreis gegen Sexismus, und Christina Schildmann, Referentin der Friedrich-Ebert-Stiftung, zahlreiche neue Kategorien für die Typologie der Ausgegrenzten vorgeschlagen: weiße Wutmänner, verbale Amokläufer, Web-2.0-Krieger, zornige weiße Journalisten und White Web Warriors. Der Debatte erweisen sie damit einen Bärendienst.

 

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4 Responses to Fundstück: Telepolis kritisiert den ZEIT-Artikel über “zornige abgehängte Männer”

  1. @LoMi

    Na ja … ließ das mal zu Ende: Er empfiehlt Michael Kimmel für alle Männer….. *hüstel*

    Ich kenne Stephan Schleim übrigens persönlich aus meiner Zeit bei SciLogs. Der sagt nichts, was er nicht für mainstream hält, Konfrontation ist nicht wirklich was für ihn, es sei denn, er ist sich der allgemeinen Unterstützung sicher.

    Privat ist er sehr steif, aber nett, jemand der Frauen gern beim Standard- und Latino-Tanzen kennenlernt.

    • suwasu says:

      Kimmel ist gruselig. In diesem Punkt verstehe ich Schleim nicht.

      Ich habe den Artikel auch mehr aus Informationsgründen gepostet, zur Ergänzung des Bildes.

      • Schoppe says:

        “Ich kenne Stephan Schleim übrigens persönlich aus meiner Zeit bei SciLogs. Der sagt nichts, was er nicht für mainstream hält, etc.pp” Ich finde, das ist ein ganz unnötiger Ad-Personam-Angriff, und er ist auch nicht frei von Eitelkeit.

        Schleims Kimmel-Empfehlung kann ich auch nicht verstehen, zumal ich Kimmels “Angry White Men” auch tatsächlich gelesen habe und nicht das Gefühl hatte, als Mann sonderlich davon profitieren zu können….

        Umso besser aber ist es, dass auch jemand, der Kimmel etwas abgewinnen kann, sich klar und offen gegen einen solchen Artikel positioniert, wie er in der Zeit erschienen ist. Das ist ein sehr gutes Zeichen, finde ich, und ich fand Schleims Text insgesamt sehr gut.

      • suwasu says:

        Ich finde Schleims Text auch sehr gut.

        Andererseits müssen wir uns über uns selber wundern, dass wir einem solchen Artikel so viel Bedeutung beimessen. Denn der Text von Meßmer und Schildmann verletzt in so dramatischer Weise jede Norm des Diskurses, dass die Empörung darüber vollkommen *normal* sein sollte. Stattdessen müssen wir uns eben mit Repliken Einzelner begnügen.

        Das ist eigentlich das Phänomen. Insbesondere, wenn man bedenkt, dass diese Rechthaberei der Gender-Leute systematisch ist. Man hat recht und die Kritik daran kann nur pathologisch, rechts und patriarchalisch sein. Es wird mir immer unbegreiflich bleiben, woher man diesen Wahrheitsanspruch nimmt.

        Ansonsten stimme ich zu: Die Persönlichkeit von Stephan Schleim ist hier vollkommen uninteressant (nicht wertend gemeint), relevant sind seine Argumente, die – abgesehen von Kimmel – ziemlich gut sind.

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