Fundstück: Vater per Ferndiagnose begutachtet

Auf Telepolis kann man heute dieses lesen:

In dem Dokument wird der Fern- beziehungsweise Gar-nicht-Begutachtete als eine psychisch gestörte Person geschildert, die unberechenbar und aufbrausend ist, keine Rücksicht auf andere nimmt, sich die Realität zurechtbiegt und für die Menschen in ihrem Umfeld “sehr gefährlich” ist. Diese Persönlichkeitsmerkmale könne der Mann aber im Bedarfsfall gegenüber Dritten verbergen und sich als das Gegenteil von dem darstellen, was er wirklich ist.

Nachdem die Mutter dieses Gutachten einem schweizerischen Bezirksgericht vorlegte, entschied man dort, dass der Vater seine Kinder nur unter Aufsicht sehen darf.

Der Arzt, der seine Zulassung behält, gab in einem auf Betreiben des Ärztlichen Kreis- und Bezirksverbandes München eingeleiteten berufsgerichtlichen Verfahren gegen ihn offen zu, dass er den Mann aus seinem Gutachten nur aus den Erzählungen der mit ihm zerstrittenen Ehefrau kannte. Er versuchte das damit zu rechtfertigen, dass es ihm um das Wohl der Kinder gegangen sei. Das Gericht sah das anders und sprach von einem “Köcher mit Giftpfeilen”, den der Arzt und Psychotherapeut seiner Patientin zur Verfügung gestellt habe.

Aus diesem Fall folgt freilich noch kein Systemversagen. Aber es würde mich nicht wundern, wenn so etwas häufiger vorkommt.

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15 Responses to Fundstück: Vater per Ferndiagnose begutachtet

  1. Der maskulistische Humanismus wird für viele erst richtig interessant werden, wenn er seine theoretischen Kinderkrankheiten überwunden hat und prakatische Themen wie das manipulative Verhalten vieler Frauen zum Thema macht. Denn das ist auch für viele Frauen nicht sehr angenehm.

  2. wollepelz says:

    Es gab die letzte Zeit einige Berichte über zu hinterfragende Gutachten. Das System ist anhand vieler Hinweise zu hinterfragen.

    Wir arbeiten momentan an einer Informationsquelle für solche Dinge.

    • suwasu says:

      Hi Wolle, ich habe gesehen, dass Du den Artikel auch verlinkt hast. Ich bin gespannt auf Eure Ergebnisse. Bislang kann ich ja nur nach Gefühl und Hörensagen gehen und vermuten, dass viele Gutachten tendenziös sind. Es wäre toll, wenn man dieses GEfühl mal begründen kann.

      • wollepelz says:

        Ich selber habe ja einschlägige Erfahrungen vor Gericht und mit dem Jugendamt sammeln dürfen.

        Gerade stehe ich mit jemandem im Kontakt, der seit fast 9 Jahren um seine Tochter kämpft und solche Dinge die ganze Zeit erlebt.

      • suwasu says:

        Ich kenne da auch zwei Fälle, wo die Gutachten etc. zumindest für harte Auflagen gelangt haben, z.B. Kinder übernehmen nur auf der Polizeiwache.

      • wollepelz says:

        Mir hat man z. B. die Kinder völlig entzogen, weil die Mutter bei der Übergabe immer gewalttätig wurde.

        Die Mutter muss also einfach nur auf ihren Ex losgehen, wenn sie möchte, dass er die Kinder nicht mehr sieht. 😉

      • suwasu says:

        Ja, das ist schon sehr schräg. Bei einem Bekannten von mir war es wohl das typische Problem: Sie sagte, sie könne nicht mit ihm kommunizieren, es sei keine Verständigung möglich. Damit bekam sie die Kinder.

  3. wollepelz says:

    “Damit bekam sie die Kinder” – der Aufwand ist für eine Frau eben nicht besonders hoch, einen Sorgerechtsprozess zu gewinnen.

    Meine hatte damals gewonnen, obwohl bekannt war, dass sie täglich in die Tagesklinik musste. Psychische Erkrankungen sind halt besser für Kinder als der eigene Vater.

  4. Matze says:

    Ich vertraue für mein Urteil über eine Person alleine auf die Aussage einer Frau, die Interesse hat, dass diese Person möglichst schlecht darsteht.

    Sounds legit to me.

    Funktioniert nur weil Frauen ja niemals lügen. Niemals!

    Men lie the most,
    women tell the biggest lies.

    • wollepelz says:

      Zu

      Men lie the most,
      women tell the biggest lies.

      Habe ich letztens erzählt bekommen, dass kleine Lügen immer schneller auffallen als große Lügen. Kann man irgendwie nachvollziehen. Dinge, die so unrealistisch klingen, dass sie fast gar nicht wahr sein können, glaubt man oft aus eben diesem Grund.

      Die Taktik der “großen Lüge” wurde ja schon in deutscher Vergangenheit erfolgreich eingesetzt.

    • petpanther says:

      Solche Sprüche sind meist Unsinn. Es werden Dichotomien mit Pointenzwang produziert.

      Männer sind meist zu ehrliche Häute im Konfliktfall. Frauen lügen und (ver)leugnen dann meist wie gedruckt. Heißt nicht nicht dass da auch mal ein paar Profiscammer dabei sein könnten. Aber bei Beziehungskonflikten? Eher der naiv dumme Nice Guy, der die im eingetrichterten und vorgegaukelten Märchen glaubt und seine (pseudo)Männlichkeit darauf aufbaut bzw. aufgebaut hatte.

      Immer das gleiche Muster. Hypoagentes Unterstellen und Behaupten. Opferpose.
      Meist alles erlogen und erstunken. Trotzdem fühlt Mann sich schuldig und dritte sehen ihn sowieso immer so.

      Das ist seit Menschengedenken so. Und auch vor Familiengerichten mit sog. Experten. Seit es das Schuldprinzip bei Scheidungen nicht mehr gibt, ist so der Mann automatisch schuldig. Und so wird er bewertet und so wird entschieden. Egal was wahr oder unwahr ist.

      Frauen wissen das. Entsprechend verhalten sie sich. Und nicht nur in Trennungsfall.

      Gilt auch für alle anderen Gesetze und Verfahren. Insbesondere schon beim Wording in der Gesetzgebung. Die meisten Männer werden das wohl nie checken. Die die das kennen bzw. erlebt haben aber sehr wohl. Und dann gibt’s da natürlich noch die Seemänner.

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