Stalking = Disziplinierung unbotmäßiger Frauen?

Ich bin ein paar Tage unterwegs. Keine Zeit für posts und Kommentare. Aber ich hinterlasse den Mutigen unter uns noch eine schöne Quelle für allerlei feministische Thesen. Hier geht es um Stalking. Es wird wohl niemanden wirklich überraschen, dass Stalking dort als Strategie des Patriarchats dargestellt wird, um die Frauen zurück nach Heim und Herd zu zwingen – indem man ihnen Angst einjagt. Doch lest selbst:

Die wachsende Zahl von Stalkingfällen mit einer immens hohen Dunkelziffer zeigt, dass eine steigende Zahl von Männern mit dem Selbstbewusstsein von Frauen ein Problem haben: Sie stören sich daran, dass Frauen das Recht haben, sie ungestraft zurück zu weisen, ja glatt ihr Leben ohne einen Mann leben oder beruflich sogar erfolgreicher sind als Männer. Der Lebensweg solcher Frauen rüttelt an den Machtverhältnissen im Patriarchat und weil niemand mehr ernsthaft erwarten kann, dass Recht und Gesetz sie in ihre Schranken weisen werden, nehmen das immer mehr Männer eben in die eigenen Hände. Stalking bleibt dabei genau in jenem Graubereich, der genügt, um ein Opfer zu zermürben, aber nicht ausreicht, um den Täter dingfest zu machen; das perfekte Instrument, um Frauen terrorisieren und alle jene zu verunsichern, die von Stalking in der Presse oder in Serien hören. Stalking kann also als ein Symptom sozialen Umbruchs verstanden sein, durch das versucht wird, bereits überkommene Machtverhältnisse zwischen den Geschlechtern wieder zu restaurieren. Stalking als Phänomen zu überwinden erfordert ein Umdenken in der Gesellschaft, die Stärkung von Frauen, konsequenten Kampf gegen Sexismus und vor allem den Schutz von Opfern. Ein Stalker ist nicht zwangsläufig “psychisch gestört”, wie es immer so schön heißt. Um ein Stalker zu werden, genügt es, eine ganz normale männliche Sozialisation im Patriarchat zu durchlaufen. Genau da müssen wir ansetzen.

Dieser Blog ist insgesamt eine reichhaltige Fundgrube feministischen Behauptens. Zwang, Männermacht und Männergewalt allerorten. Man braucht einen starken Magen für die Lektüre. In diesem Sinne: Viel “Vergnügen” 😉

Irgendwie bin ich auch froh, mal ein paar Tage an andere Dinge zu denken…

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6 Responses to Stalking = Disziplinierung unbotmäßiger Frauen?

  1. Fidel says:

    Haha, die Störenfridas “verfolge” ich schon seit Längerem per RSS-feed.
    Es ist (für mich) unglaublich, mit wie viel Arroganz und Ignoranz frau auf dieser Seite gesegnet ist
    Da wäre definitiv ‘ne Triggerwarnung angebracht. 😀

  2. Matze says:

    Aus Coupling

    Jane: I’m being stalked, actually, so I’m pretty secure in my attractiveness.
    Susan: You’re being stalked?
    Jane: Is that so hard to believe?
    Sally: My god!
    Jane: Everyday on my way home from work, a man follows me. It’s true.
    Susan: Well, have you been to the police?
    Jane: They said I was being silly and paranoid. I heard them laughing after I left.
    Sally: That’s terrible!
    Susan: Well, have you confronted the man who follows you?
    Jane: Well, there’s no point, is there? It’s never the same man twice. Sometimes they switch over when I’m halfway home. It’s so well organized!

  3. petpanther says:

    Erinnert mich irgendwie an die Rape Culture Übertreibung und Umkehrung weiblicher Fantasien im opfer-feministischen Sinne. Mit zugehöriger Dämonisierung von Männern zu ihrer totalen Denunziationskontrolle und zur (fast feucht warmen) sozialdominanten Machtausübung über sie.

    Ein fast extremistisch öbszönes weibliches “Selbstschmeichel- und Begehrtheitsgebilde” mit Unschuldspositionierung als Opfer.

    Bei der Stalking Projektion scheint auch die sexuell instigierte Aufmerksamkeits- und Begehrtheitsbefriedigung bei gleichzeitiger Unschuldspose, Männerdämonisierung und ebenfalls (feucht warmen Wunsch nach Sozialdominanz) mitzuspielen.

    Ähnlich wie bei der Rape Culture.

    Wird da nicht ein Muster deutlich?

  4. Martin says:

    Und was genau ist die Motivation der so ca. 30% (je nach Quelle) weiblichen Stalker?

    • petpanther says:

      Was wohl sind die Motivationen von Stalkern?

      Könnte es Triebstillung (hier gleich eine ganze Latte, nämlich so gut wie alle narzisstischen Antriebe) und Kontrollbefriedigung sein?

      Insbesondere Frauen haben hier ja häufig auch ein Problem.

      Könnte es sogar sein, dass das gar noch häufiger als bei Männern auftritt, weil sie weniger, wenn nicht gar fast gar nicht sanktioniert werden?

      Und weibliche Stalker sind denn auch gar nicht so selten.

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